Steuerhinterziehung Meldung

Das Schwarzgeld eines Verstorbenen, das in Liechtenstein oder anderen Steueroasen schlummert, kann auch seine Erben in ­Konflikt mit dem deutschen Fiskus bringen.

Jeder Erbe muss das Schwarzgeld auf jeden Fall in der Erbschaftsteuererklärung angeben und versteuern, wenn der persönliche Freibetrag ausgeschöpft ist. Sonst macht er sich strafbar. Zudem darf er allen Miterben und Pflichtteilsberechtigten das „vergiftete“ Erbe nicht verschweigen.

Dann kann es noch richtig Ärger geben: „Entdeckt der Erbe, dass frühere Steuererklärungen des Verstorbenen falsch oder unvollständig waren, so muss er sie bis zu 13 Jahre rückwirkend berichtigen“, sagt Anton Steiner vom Deutschen Forum Erbrecht. Das Finanzamt berechnet offene Steuern mit dem persönlichen Steuer­satz des Verstorbenen plus 6 Prozent Zinsen pro Jahr.

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