16 steuerfreie Extras für die nächste Gehalts­runde mit dem Chef

Darlehen

Steuerfreie Extras Special

Arbeit­geber können ihren Mitarbeitern bis zu 2 600 Euro steuer- und sozial­abgabenfrei leihen. Bei höheren Darlehen muss die Differenz aus dem markt­üblichen Zins­satz (abzüglich 4 Prozent Bewertungs­abschlag) und dem gezahlten Effektivzins versteuert werden. Zu der Steuer­pflicht kommt es nur, wenn der monatliche Zins­vorteil – zusammen mit anderen Sachbezügen – die Frei­grenze von 44 Euro über­steigt.

Bahncard

Steuerfreie Extras Special

Firmen können viel reisenden Arbeitnehmern eine Bahncard auch zur privaten Nutzung steuerfrei über­lassen. Voraus­setzung: Der Mitarbeiter setzt diese grund­sätzlich für dienst­liche Fahrten ein und die Anschaffung der Bahncard erfolgt aus eigen­betrieblichem Interesse. Das ist der Fall, wenn während der Gültig­keits­dauer der Bahncard die Preis­nach­lässe für Dienst­reisen die Kosten für die Bahncard über­steigen oder beim Kauf der Bahncard davon auszugehen war.

Kitabeiträge

Steuerfreie Extras Special

Für Angestellte kann der Chef die Kinder­gartenbeiträge bezahlen, ohne dass der Arbeitnehmer das zusätzliche Geld versteuern und Sozial­abgaben darauf zahlen muss. Der Chef darf Beiträge für Unterkunft, Verpflegung und Betreuung in Krippe, Kinder­garten oder Kita über­nehmen. Der Steuerbonus gilt aber nur für Kinder, die noch nicht zur Schule gehen. Der Zuschuss wird zusätzlich zum Lohn gezahlt.

Betreuung

Steuerfreie Extras Special

Bis zu 600 Euro pro Jahr darf die Firma steuerfrei für Dienst­leister wie Pfleger oder Babysitter bezahlen, die Kinder unter 14 Jahren oder pflegebedürftige Angehörige kurz­fristig betreuen. Das geht aber nur bei Notfällen, wenn etwa der Mitarbeiter sonn­tags einspringen muss. Dann kann der Chef Tages­mutter oder Pfle­gekraft bezahlen – auch wenn die kurz­fristige Betreuung zu Hause erfolgt.

Fort­bildung

Steuerfreie Extras Special

Ob Coaching, Master- oder Intensiv­sprach­kurs – Fort­bildungs­kosten können Chefs steuer- und sozial­abgabenfrei, zusätzlich zum Arbeits­lohn, sponsern. Allerdings achtet das Finanz­amt darauf, dass die Weiterbildung zu einer verbesserten Einsatz­möglich­keit des Mitarbeiters führt. Hat sie keinen Bezug zur konkreten Tätig­keit oder zu einem Positions­wechsel, liegt steuer­pflichtiger Arbeits­lohn vor.

Elektro­autos

Steuerfreie Extras Special

Arbeit­geber dürfen Strom für private Elektro­autos abgabenfrei bereit­stellen. Die Steuerbefreiung gilt für reine Elektrofahr­zeuge und für Hybridmodelle. Hat der Mitarbeiter einen Elektro-Firmenwagen, kann er ihn abgabenfrei in der Firma aufladen. Über­lässt der Betrieb ihm eine Lade­vorrichtung, ist das steuerfrei, verschenkt die Firma diese, muss sie die Anschaffungs­kosten mit 25 Prozent versteuern.

Gesund­heits­förderung

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Begüns­tigt sind betriebliche Gesund­heits­maßnahmen und Kurse, die von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert werden, wie Yoga, Stress­bewältigung oder Raucher­entwöhnung. Alle Leistungen, mit denen der allgemeine Gesund­heits­zustand verbessert wird, sind für Mitarbeiter bis zu 500 Euro im Jahr steuer- und sozial­abgabenfrei. Gesundes Kantinen­essen zählt auch dazu.

Notebook und Co

Steuerfreie Extras Special

Erhalten Mitarbeiter von ihrem Chef betriebliche Kommunikations­geräte wie Notebook, PC oder Smartphone verbilligt oder kostenlos zu privaten Zwecken und zusätzlich zu ihrem normalen Gehalt, versteuert der Chef pauschal 25 Prozent, Arbeitnehmer zahlen keine Steuern. Dafür behält der Chef den Kauf­beleg und regelt gegebenenfalls Gewähr­leistungs­ansprüche wie Reparatur oder Umtausch.

Reise­kosten

Steuerfreie Extras Special

Firmen können Ausgaben der Mitarbeiter bei Auswärts­tätig­keiten bis zu den Beträgen steuerfrei erstatten, die als Werbungs­kosten absetz­bar wären, etwa die gesetzlichen Verpflegungs­pauschalen: Bei mehr als 8 Stunden Abwesenheit am Tag sind das 12 Euro, bei 24 Stunden 24 Euro und an An- und Abreis­etagen 12 Euro. Verdoppelt der Chef die Pauschalen, muss er 25 Prozent pauschal versteuern.

Sachbezüge

Steuerfreie Extras Special

Gutscheine über den Bezug von Waren oder Dienst­leistungen wie Benzin­gutscheine oder andere Sach­leistungen können Mitarbeiter bis zu einer Monats­frei­grenze von 44 Euro steuer- und sozial­abgabenfrei erhalten. Übrigens: Tank­gutscheine können auch gesammelt und später einge­löst werden. Elektronische Tank­karten dagegen dürfen pro Monat nur mit 44 Euro belastet werden.

Jobti­cket

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Monats- oder Jahres­fahr­karten, die der Arbeit­geber beim örtlichen Verkehrs­unternehmen vergüns­tigt erwirbt und unentgeltlich oder verbilligt an seine Mitarbeiter weitergibt, müssen nicht als Arbeits­lohn versteuert werden. Der Vorteil blieb bis Ende 2018 nur steuer- und sozial­abgabenfrei, wenn monatlich die Frei­grenze von 44 Euro nicht über­schritten wurde. Vorsicht: Auch andere Sachbezüge zählten dabei mit. Das wurde zu Jahres­beginn 2019 geändert. Seitdem können Sachbezüge, etwa Essens­gutscheine, zusätzlich zum Jobti­cket steuerfrei ausgegeben werden.Mehr zum Thema in unserer Meldung Jobticket vom Chef geschenkt.

Fahr­kosten­zuschuss

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Zahlt der Chef zusätzlich zum Gehalt 0,30 Euro pro Entfernungs­kilometer, wenn der Mitarbeiter sein privates Auto für die täglichen Fahrten zur Arbeit nutzt, oder über­nimmt er die Heim­fahrten bei doppeltem Haushalt, zahlt der Arbeitnehmer dafür keine Steuern und Sozial­abgaben. Das gilt auch für einen Zuschuss zu öffent­lichen Verkehrs­mitteln. Die Firma muss den Zuschuss mit 15 Prozent versteuern.

Dienst­wagen

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Für Mitarbeiter ist der Firmenwagen ein schöner Bonus, für Chefs ein beliebtes Instru­ment, Führungs­kräfte zu binden. Die Über­lassung zur rein beruflichen Nutzung ist steuer- und sozial­versicherungs­frei. Darf der Dienst­wagen auch privat genutzt werden, muss der Mitarbeiter seinen geld­werten Vorteil monatlich mit 1 Prozent des Bruttolisten­preises versteuern oder mit Fahrten­buch abrechnen. Bei Elektro­autos, die seit 1. Januar und bis Ende 2021 ange­schafft oder geleast werden, müssen sie statt 1,0 Prozent nur 0,5 Prozent des inländischen Listen­preises je Monat als geld­werten Vorteil versteuern.

Firmenrente

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Jetzt können Arbeitnehmer noch mehr von der betrieblich geförderten Alters­vorsorge profitieren: Sie dürfen 2019 über die Firma ohne Steuern und Sozial­abgaben bis zu 6 432 Euro Lohn in eine Direkt­versicherung, Pensions­kasse oder einen Pensions­fonds einzahlen. Der Höchst­betrag, der jedes Jahr abgabenfrei ist, beträgt 8 Prozent der Beitrags­bemessungs­grenze für die Renten­versicherung (West).

Erholung

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Ein Extra-Urlaubs­zuschuss vom Chef – auch für Ehegatten und Kinder? Klingt nicht nur gut, ist auch drin: Pro Jahr kann der Arbeit­geber 156 Euro für den Mitarbeiter, 104 für den Ehepartner und 52 Euro für jedes Kind als Erholungs­beihilfe zahlen. Der Chef führt 25 Prozent Lohn­steuer darauf ab. Das Geld muss zur Erholung verwendet werden. Als Indiz gilt der zeitliche Zusammen­hang mit dem Urlaub.

Beteiligungen

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Noch mehr Anreize und Zugehörig­keits­gefühl für Mitarbeiter – von denen auch der Chef profitiert: Gibt der Arbeit­geber Beleg­schafts­aktien, Fonds- oder Genossen­schafts­anteile aus, sind diese Vermögens­beteiligungen für Mitarbeiter bis zu 360 Euro pro Jahr steuer- und sozial­abgabenfrei. Voraus­setzung: Der Vorteil steht allen Mitarbeitern offen, die mindestens ein Jahr im Unternehmen beschäftigt sind.

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