Steuerfallen für Ebay-Händler

Renate und Werner Kunz aus Berlin: Seit acht Jahren private Ebay-Händler

27.01.2015
Inhalt
  1. Überblick
  2. Privatverkauf oder steuerpflichtig? Ein Beispielfall
  3. Unser Rat
  4. Artikel als PDF (2 Seiten)
Steuerfallen für Ebay-Händler - Wann das Finanz­amt bei Online­verkäufen nach­hakt

Als sich Renate und Werner Kunz kennen­lernten und nach Berlin in eine gemein­same Wohnung zogen, stellte sich eine ganz praktische Frage: Wohin mit dem ganzen Krempel? Die rettende Idee: ein Verkauf über Ebay. Am besten verkaufte sich Werners alter PC. Der ging für 130 Euro weg, das nostalgische Radio für 40 Euro. Der Verkauf des Hausrates brachte in dem Jahr insgesamt rund 1 500 Euro. Das neueste Online-Inserat der beiden: ein Damen­rad, Preis: 70 Euro. Sechs Interes­senten haben sich schon gemeldet.

Steuerfrei. Selbst bei einem angenom­menen Haus­halts­einkommen von 4 000 Euro im Monat bleiben die Erlöse steuerfrei. Denn mit dem Verkauf von Einzel­dingen wie Hausrat, Möbel oder Fahr­rad gelten sie als Privatverkäufer und zahlen keine Einkommensteuer auf Gewinne.

Sonderfall Spekulation. Anders der Verkauf von Werners Biedermeier-Schrank. Der Haken: Das Schmuck­stück aus Kirschbaum hatte Werner erst ein halbes Jahr zuvor für 2 500 Euro erworben und jetzt für 3 400 Euro weiterverkauft. Weil es sich dabei um eine Antiquität handelt, die vor weniger als einem Jahr gekauft wurde und der Gewinn nicht weniger als 600 Euro beträgt, muss Werner 300 Euro versteuern.

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