Unser Rat

Informationen. Viele Erläuterungen für Freiberufler gibt es auf den Internetseiten der Industrie- und Handelskammern. Die Handelskammer Hamburg bietet unter www.hk24.de ein Steuerlexikon. Sie finden es unter „Recht und Fair Play“, wenn Sie „Steuerrecht“ und dann „Steuerrecht A-Z“ anklicken. Eine gute Einführung in die Einnahmeüberschussrechnung gibt es unter Buchstabe E.

Belege. Heben Sie alle Buchhaltungsunterlagen mindestens zehn Jahre lang auf. Sie müssen Ihrer ­Einnahmeüberschussrechnung zwar keine Belege über Betriebsausgaben beilegen. Kommt das Finanzamt aber zu einer Betriebsprüfung, müssen Sie alle Nachweise parat haben.

Verspätung. Können Sie den Termin für Ihre Steuererklärung nicht einhalten, bitten Sie Ihr Finanzamt um Verlängerung. Sonst drohen Ihnen Verspätungszuschläge von bis zu 10 Prozent der zu erwartenden Steuer. Wenn Sie Zahlungstermine nicht einhalten, wird ein Säumniszuschlag von monatlich 1 Prozent der verspäteten Summe fällig. Sprechen Sie mit dem Sachbearbeiter. Auf Antrag stundet er Ihnen die Steuern. Aber auch dafür kann das Finanzamt 0,5 Prozent Zinsen pro Monat verlangen.

Nebenjob. Wenn Sie nur im Nebenjob freiberuflich arbeiten, gelten für Sie die gleichen Regeln wie für Vollzeit-Freiberufler. Alle Nebeneinkünfte ab 410 Euro im Jahr müssen Sie in der Steuererklärung angeben.

Übungsleiter. Für einige Nebenjobs gibt es einen Übungsleiterfreibetrag, mit dem sich Arbeitnehmer jährlich 2 100 Euro ohne Steuern und Sozialabgaben dazuverdienen können. Dazu zählen: Trainer und Ausbilder in Vereinen, Dozenten an Universitäten und Schulen, Betreuer und Pfleger für Senioren, Kinder und Behinderte, Betreuer in Kirchen, Kultureinrichtungen und im Umweltschutz, Darsteller in künstlerischen Vereinen, Chorleiter oder Dirigenten in Musikvereinen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1878 Nutzer finden das hilfreich.