Persönliche Beratung: Hier bekommen Sie Hilfe in Steuerfragen

Steuerberater

Die Hilfe von einem Steuerberater steht jedem offen. Sie bietet sich vor allem für Freiberufler und Selbst­ständige an, da diese nicht die Möglich­keit haben, zu einem Lohn­steuer­hilfe­ver­ein zu gehen. Die Leistung eines Steuerberaters muss nicht teuer sein (siehe Beispiel­rechnung unten). Die Kosten hängen von der Art der Arbeit ab, die der Berater erbringt, und von den Vermögens­verhält­nissen des Steuerzah­lers.

Tipp: Einen Steuerberater-Such­service finden Sie im Internet auf der Seite der Bundes­steuer­berater­kammer (www.bstbk.de) und des deutschen Steuerberater­verbands (www.dstv.de).

Lohn­steuer­hilfe­ver­ein

Lohn­steuer­hilfe­ver­eine haben sich in ihrer Beratung auf den typischen Arbeitnehmer spezialisiert. Freiberufler und Selbst­ständige können hier nicht beraten werden. Die Vereine dürfen laut Gesetz nur Arbeitnehmer, Beamte, Pensionäre, Auszubildende und Arbeits­lose beraten, die Lohn, Rente oder Lohn­ersatz­zahlungen bekommen. Ein Mitglied darf zudem insgesamt maximal 13 000 Euro (Ehepaare 26 000 Euro) an Kapital­erträgen, Veräußerungs­gewinnen und Miet­einnahmen haben. Die Mitgliedschaft im Lohn­steuer­hilfe­ver­ein ist Voraus­setzung, um die Hilfe eines Mitarbeiters in Anspruch nehmen zu können. Die Mitglieds­beiträge werden jahres­weise erhoben. Sie sind sozial gestaffelt und richten sich nach der Höhe der jähr­lichen Brutto­einnahmen. Meist liegt der Jahres­beitrag zwischen 40 und 300 Euro. Einzelne Vereine nehmen zudem eine einmalige Aufnahme­gebühr von bis zu 15 Euro.

Tipp: Im Internet finden Sie unter www.nvl.de oder www.bdl-online.de einen Lohn­steuer­ver­ein in Ihrer Nähe.

Gewerk­schaften

  • Gewerk­schaften helfen ihren Mitgliedern auf unterschiedliche Art bei Steuerfragen. Verdi-Mitglieder bekommen beispiels­weise eine kostenlose Lohn­steuerberatung vor Ort. Ehren­amtliche Helfer bieten an festen Terminen ihre Hilfe bei der Steuer­erklärung an und stehen für Anfragen per E-Mail oder Telefon zur Verfügung. Sie über­prüfen auch den Steuer­bescheid und formulieren – falls nötig – den Einspruch beim Finanz­amt.
  • Andere, wie die IG Bau, die IG Metall oder Gewerk­schaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), bieten keine eigene Beratung, sondern haben deutsch­land­weit Koope­rations­verträge mit Lohn­steuer­hilfe­ver­einen und Steuerberatern. Gewerk­schafts­mitglieder bekommen dadurch beispiels­weise die Aufnahme­gebühr bei einem Lohn­steuer­hilfe­ver­ein erlassen.

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