Steuerermäßigung für Arbeiten rund um den Haushalt

Begüns­tigte Arbeiten1

Nicht begüns­tigte Arbeiten

Für Hand­werk­erarbeiten zählen Kosten bis 6 000 Euro im Jahr. 20 Prozent gibt es als Steuerermäßigung, also bis zu 1 200 Euro

Reno­vierungs- und Ausbesserungs­arbeiten

  • Schön­heits­reparaturen wie Streichen und Tapezieren der Innenwände, Fenster und Türen, Wand­schränke, Heizkörper und Heizungs­rohre
  • Auswechseln oder Reparatur der Bodenbeläge (Teppichboden, Parkett, Fliesen), Fenster, Türen

Wartungs- und Reparatur­arbeiten

  • Anschluss, Reparatur und Wartung von Strom­kabeln, Fernsehen, Internet, Kabel­fernsehen
  • Arbeiten an Wasch­maschine, Geschirr­spüler, Herd, Fernseher, Gefriertruhe, PC, Klavier und anderen Gegen­ständen, die in der Hausrat­versicherung mitversichert werden können, wenn der Hand­werker diese Dinge in der Wohnung repariert und nicht in seiner Werk­statt

Monta­gearbeiten

  • Montage und Reparatur eines Insekten­schutz­gitters
  • Material­kosten, auch Klein­beträge zum Beispiel für Farben, Fliesen, Mörtel, Tapeten, Fußbodenbeläge
  • Kfz-Reparatur
  • Miet­kosten für Verbrauchs­zähler

Für Arbeiten von Haus­halts­hilfen zählen Kosten bis 20 000 Euro im Jahr. 20 Prozent gibt es als Steuerermäßigung, also bis zu 4 000 Euro

Alle Arbeiten im Haushalt

  • Putzen, Waschen, Bügeln, Nähen, Kochen, Backen, Brief­kasten leeren, Blumen gießen, Wohnungs­reinigung, Fens­terreinigung, Teppich­reinigung

Pflege- und Versorgungs­leistungen zuhause

  • Pflegen, Versorgen und Betreuen kranker und alter Menschen, Küchen­dienste, auch Friseur, Hand- und Fußpflege sowie alle Pflege- und Betreuungs­leistungen laut Katalog der Pflege­versicherung, und zwar unabhängig von der Einstufung in eine Pfle­gestufe
  • Begleiten kranker und alter Menschen bei Einkäufen, Arzt- und Botengängen, wenn dies zu den Neben­pflichten der Hilfe gehört
  • Notfall­dienst, soweit dieser keine Neben­leistung etwa im Rahmen eines Wartungs­vertrags ist

Tipp: Das von der Pflegekasse ausgezahlte Pflegegeld wird nicht ange­rechnet. Bezahlt die Kasse aber Ausgaben für professionelle Pfleger, zählen diese nicht in der Steuererklärung. Wenn Pflegebedürftige einen Behindertenpausch­betrag in der Steuererklärung beantragen, dürfen sie keine Pflege­kosten absetzen. Sie sollten vorher prüfen, welche Lösung güns­tiger ist.

  • Tier­betreuung zuhause

Private Umzugs­dienst­leistungen

  • Ausgaben für die Speditions­firma
  • Ablese- und Abrechnungs­dienst für Strom, Wasser, Gas, Heizung
  • Gerätemiete
  • Entsorgung von Sperr­müll, Haus­halts­auflösung
  • Pflegebett, Stütz­strümpfe und andere Kosten für Waren und Materialien
  • Chauffeur, Sekretär, Fitness­trainer, Haus­lehrer, Nach­hilfe, Musik-, Tennis-, Reit-, Sprach­lehrer, Computerkurs
  • Rechts- oder Steuerberatung
  • Schadens­gut­achten, beispiels­weise bei Wasser­schäden

Für Arbeiten von Minijobbern im Haushalt zählen 2012 Kosten bis 2 550 Euro. 20 Prozent gibt es als Steuerermäßigung, also bis zu 510 Euro

Alle Arbeiten im Haushalt (siehe oben)

Die Haus­halts­hilfe muss bei der Minijobzentrale gemeldet sein (www.minijobzentrale.de). Die Zentrale bescheinigt zur Vorlage beim Finanz­amt Ausgaben für Arbeits­entgelte, Sozial­abgaben, Umlagen und Steuern, die abge­setzt werden können.

  • Ausgaben für Minijobber im Privathaushalt, die nicht bei der Minijobzentrale angemeldet sind
    • 1 Haus­halts­nahe Dienst­leistungen und Hand­werk­erleistungen können nur berück­sichtigt werden, soweit sie nicht von einer Versicherung erstattet werden.