Neun Tipps für berufliche Kosten

Steuererklärung 2017 Special

1. Arbeits­wege

Für Ihren Weg von zu Hause zur Arbeit und zurück gewährt das Finanz­amt die Pend­lerpauschale. Pro Arbeits­tag gibt es für jeden Kilo­meter der einfachen Wegstrecke 30 Cent – dabei spielt es keine Rolle, ob Sie mit dem Auto, dem Fahr­rad oder zu Fuß unterwegs sind. Nutzen Sie öffent­liche Verkehrs­mittel wie Bus oder Bahn, dürfen Sie wahl­weise auch Ihre tatsäch­lichen Ticket­kosten absetzen.

2. Auswärts­termin

Legen Sie berufliche Wege etwa zum Kunden­termin auf eigene Kosten zurück, können Sie höhere Fahrt­kosten angeben: Sie berechnen 30 Cent für jeden mit dem Auto gefahrenen Kilo­meter oder die tatsäch­lichen Kosten. Dauert Ihre Auswärts­tätig­keit länger, machen Sie zusätzlich für bis zu drei Monate Verpflegungs­aufwand geltend: Für An- und Abreis­etage und bei mindestens 8 Stunden Abwesenheit am Tag gibt es 12 Euro, bei ganzen Tagen 24 Euro. Unter­kunfts­kosten, etwa für ein Hotel und Park­gebühren, zählen zusätzlich.

3. Jobsuche

Die Jagd nach dem Traumjob kann ins Geld gehen. Ausgaben für Stellen­suche, einen professionell gestalteten Lebens­lauf, Bewerbungs­mappen, Fachbücher, Porto, Fahrt­kosten und Gebühren für ein Bewerbungs­training setzen Sie ab. Heben Sie die Quittungen als Nach­weis auf.

4. Arbeits­mittel

Laptop, Drucker­papier, Büro­stuhl – was Sie für die Arbeit benötigen, können Sie absetzen. Kostet die Neuanschaffung maximal 487,90 Euro brutto, rechnen Sie das Arbeits­mittel im Jahr des Kaufs ab. War der Gegen­stand teurer, verteilen Sie die Kosten auf die übliche Nutzungs­dauer. Wie viele Jahre die beträgt, entnehmen Sie der amtlichen Tabelle zur Abset­zung für Abnut­zung, die Sie auf der Internetseite des Bundes­finanz­ministeriums finden. Nutzen Sie die Anschaffung auch privat, dürfen Sie nur den beruflichen Anteil geltend machen.

5. Fort­bildung

Bilden Sie sich auf eigene Rechnung beruflich weiter, setzen Sie Lehr­gangs- und Prüfungs­gebühren unbe­grenzt ab. Zudem zählen Fahrt­kosten zur Bildungs­stätte, Verpflegungs- und Über­nachtungs­kosten, Ausgaben für Lern­mittel sowie Zinsen und Gebühren für Bildungs­darlehen. Das gilt auch, wenn Sie sich während einer Phase der Arbeits­losig­keit oder in Eltern­zeit weiterbilden, um Ihre Jobchancen zu erhalten. Fort­bildungen ohne beruflichen Zusammen­hang, etwa eine Sprach­reise, gelten nicht.

6. Arbeits­zimmer

Richten Sie zu Hause ein Büro ein, können Sie manchmal Kosten steuerlich berück­sichtigen. Steht Ihnen für bestimmte Tätig­keiten kein anderer Arbeits­platz als das Heimbüro zur Verfügung, sind bis zu 1 250 Euro möglich. Liegt der inhalt­liche Schwer­punkt Ihrer gesamten beruflichen Tätig­keit im heimischen Arbeits­zimmer, können Sie alle Kosten angeben.

7. Beiträge zu Berufs­verbänden

Als Mitglied in einer Gewerk­schaft oder in einem Berufs­verband dürfen Sie die dazu geleisteten Beiträge als Werbungs­kosten geltend machen.

8. Umzugs­kosten

Wechseln Sie für die Arbeit den Wohn­ort, können Sie Ihren Aufwand unbe­grenzt angeben. Addieren Sie Kosten für die Spedition oder den Mietwagen, für den Makler, doppelte Mieten und Fahrt­kosten für die Wohnungs­suche und tragen Sie sie bei den Werbungs­kosten ein. Vom Chef steuerfrei über­nommene Ausgaben rechnen Sie zuvor aber gegen.

9. Versicherung

DasFinanz­amt fördert die Grund­versorgung: Basisbeiträge zu Kranken- und Pflege­versicherungen rechnen Sie unbe­grenzt ab. Was Sie für Chef­arzt­behand­lung und Einzel­zimmer zahlen, bleibt außen vor. Versicherte, die weniger als 1 900 Euro für die Basis­absicherung geleistet haben, können diesen Höchst­betrag ausschöpfen und etwa mit Beiträgen zur Arbeits­losen- Unfall-, Haft­pflicht- oder Kranken­zusatz­versicherung Steuern sparen.

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