Wer muss abgeben?

Arbeitnehmer oder Pensionäre,

  • deren Lohn oder Pension nach Steuerklasse V oder IV+Faktor oder VI besteuert wurden,
  • denen das Finanz­amt einen Lohn­steuerfrei­betrag gewährt hat1) − ausgenommen sind Pausch­beträge für Behinderte, Hinterbliebene und Kinder­frei­beträge,
  • die Neben­einkünfte2)3) oder Lohn­ersatz über 410 Euro hatten,
  • oder die zusätzlich zum Lohn nach Steuerklasse VI besteuerte Versorgungs­bezüge erhielten.

Anleger,

  • die auf unver­steuerte Kapital­erträge noch Abgeltung- oder Kirchen­steuer zahlen müssen,
  • die bei Banken mehr als 801 Euro Kapital­erträge frei­gestellt haben.

Ehe- oder Lebens­partner,

  • wenn einer die Einzel­ver­anlagung für 2017 beantragt hat.

Unternehmer,

  • wie Gewer­betreibende und Selbst­ständige, deren gesamte Einkünfte 8 820 Euro über­stiegen.

Beamte,

  • wenn die Vorsorgepauschale für ihr Gehalt die anzu­erkennenden Versicherungs­beiträge über­stieg – etwa wegen Beitrags­erstattung.1)

Rentner,

  • die im Jahr über 8 820 Euro Einkünfte3) hatten (17 640 Euro Ehe- und gesetzliche Lebens­partner). Es zählen Miet­einkünfte, gesetzliche Rente, Rürup- und Riester-Rente, Rente aus Direkt­versicherung, Pensions­fonds oder -kasse (auch VBL-Rente), aus privater Versicherung oder beruflichem Versorgungs­werk.

1) Keine Pflicht, wenn Lohn oder Pension maximal 11 200 Euro (Ehepaare/Lebens­partner 21 250 Euro) beträgt.

2) Einkünfte aus pauschal versteuerten Minijobs spielen keine Rolle.

3) Nach Abzug von Werbungs­kosten, Betriebs­ausgaben sowie Frei-, Pausch- und Entlastungs­beträgen.

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