Tipp 6: Entlastung für Eltern ausschöpfen

Eltern bekamen 2016 für ein Kind 2 280 Euro Kinder­geld. Gutverdienende profitieren aber meist vom Kinder­frei­betrag. Müssen Eltern mit einem Kind 2016 beispiels­weise mehr als 64 150 Euro versteuern, bringen ihnen die Frei­beträge einen zusätzlichen Vorteil. Diese Frei­beträge zählen:

  • Kinder­frei­betrag: 4 608 Euro,
  • Betreuungs­frei­betrag: 2 640 Euro. Für Allein­erziehende gibt es zusätzlich einen Entlastungs­betrag: 1 908 Euro – plus 240 Euro für jedes weitere Kind.

Allein­erziehende. Wer mit seinen Kindern ohne Partner in einem Haushalt lebt, bekommt den Entlastungs­betrag. Er steht dem Eltern­teil zu, in dessen Haushalt das Kind gemeldet ist.

Eintragen: Den Steuer­vorteil erhalten Sie mit Steuerklasse II und mithilfe der Anlage Kind. Die Über­tragung des halben Kinder­frei­betrags des anderen Eltern­teils beantragen Sie in den Zeilen 38 und 39, die Über­tragung des Betreuungs­frei­betrags in Zeile 40.

Kinder­betreuung. Eltern können für ihre Kinder unter 14 Jahren Betreuungs­kosten bis zu 6 000 Euro pro Jahr abrechnen – etwa für Kita oder Hort. Das Finanz­amt akzeptiert zwei Drittel der Kosten, maximal also 4 000 Euro.

Schulgeld. Schulgeld für eine Privatschule setzen Eltern als Sonder­ausgaben von der Steuer ab. Das Finanz­amt akzeptiert 30 Prozent der Kosten bis zu einem Höchst­betrag von 5 000 Euro.

Eintragen: Eltern beantragen den Abzug für 2016 gezahltes Schulgeld in Anlage Kind, Zeile 61–63.

Erwachsene Kinder. Für voll­jährige Kinder bis 25 Jahre gibt es Kinder­geld und -frei­beträge in Über­gangs­zeiten von maximal vier Monaten bis Ausbildungs­beginn, außerdem während der Erst­ausbildung und während der Zweit­ausbildung, wenn das Kind weniger als 20 Wochen­stunden jobbt.

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