Tipp 6: Mehr für Unterhalt absetzen

Steuererklärung 2015 Special

Sie haben Ihre Eltern im Pfle­geheim oder Ihr Kind, für das Sie kein Kinder­geld mehr bekommen, oder Flücht­linge mit Aufenthalts­erlaubnis in Ihrem Haushalt unterstützt? Dann können Sie das in der Anlage Unterhalt absetzen.

Das zählt. Anerkannt sind bezahlte Basisbeiträge für die Kranken- und Pflege­versicherung und bis zu 8 472 Euro Unterhalt, 118 Euro mehr als 2014. Einkünfte und Bezüge des Unterstützten, die über 624 Euro liegen, gehen vom Höchst­betrag ab. Ob von Einkünften und Bezügen Pflicht­beträge zur Renten- und Arbeits­losen­versicherung abzu­ziehen sind, ist noch offen (BVerfG., Az. 2 BvR 1853/15).

Beispiel: Eine Mutter zahlte ihrem 27-jährigen Sohn 6 000 Euro Unterhalt. Der Sohn verdiente 6 600 Euro und hatte 1 600 Euro Jobkosten. Die Mutter gibt 1 624 Euro außergewöhnliche Belastungen an: 6 000 Euro minus 5 000 Euro (6 600 minus 1 600 Euro) plus 624 Euro. Sie zahlt bei 30 Prozent Grenz­steu­ersatz 487 Euro weniger Steuern.

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