Abgabe­termin: Verschiedene Fristen

Der Abgabe­termin für die Steuererklärung hängt davon ab, ob die Abrechnung freiwil­lig oder Pflicht ist.

Arbeitnehmer müssen zum Beispiel eine Steuererklärung machen, wenn

  • ihr Lohn nach Steuerklasse V oder IV mit Faktor versteuert wurde,
  • das Finanz­amt 2014 einen Lohn­steuerfrei­betrag gewährt hat,
  • Neben­einkünfte wie aus Mieten oder selbst­ständiger Arbeit höher als 410 Euro waren oder Lohn­ersatz wie Eltern- und Arbeits­losengeld.

Pensionäre, die 2014 für Pensionen oder Firmenrenten Lohn­steuer gezahlt haben, sind aus den gleichen Gründen wie Arbeitnehmer zur Steuererklärung verpflichtet – zum Beispiel, wenn sie auch gesetzliche Renten­einkünfte von mehr als 410 Euro bezogen haben.

Rentner über­schlagen ihre Einnahmen. Je später ihre gesetzliche Rente begann, desto weniger ist steuerfrei. Eine Steuererklärung muss 2014 sein, wenn mehr als 8 354 Euro Einkommen bleibt, nachdem alle Abzüge berück­sichtigt sind.

  • Beispiel: Bezieht ein 67-Jähriger seit 2013 gesetzliche Rente, darf er brutto 15  230 Euro steuerfrei kassieren. Kommen Einnahmen wie Privat-, Firmenrenten oder Mieten dazu, ist für 2014 eine Steuererklärung fällig.

Anleger sind zur Abrechnung verpflichtet, wenn für Kapital­einkünfte noch Kirchen­steuer offen ist, das Finanz­amt 2014 zu wenig Abgeltung­steuer erhalten hat oder ausländische Erträge nicht versteuert sind.

Abgabe­termin ist diesmal spätestens der 1. Juni, wenn die Steuererklärung Pflicht ist. Helfen Lohn­steuer­ver­eine oder Steuerberater, endet die Frist am 31. Dezember. Steuerzahler, die freiwil­lig abrechnen, haben noch bis 31. Dezember 2018 Zeit. Je früher die Steuererklärung beim Finanz­amt ist, desto eher ist ihr Geld aber auf dem Bank­konto.

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