Steuererklärung 2013 Die besten Tipps für alle

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Steuererklärung 2013 - Die besten Tipps für alle

Alles angeben, sogar strittige Posten! Das ist in der Steuererklärung für 2013 wichtiger denn je. Arbeitnehmer haben zuletzt im Schnitt rund 900 Euro im Jahr erstattet bekommen. Die Spartipps von Finanztest bringen fast jedem Geld zurück. Auch für Paare lohnt es sich, genau zu über­legen, wie sie ihre Steuerlast verringern können. Drei Tabellen zeigen, welche Steuererspar­nisse für wen drin sind.

Zu diesem Thema bietet test.de ein aktuel­leres Special Steuererklärung.

Inhalt

Muster­prozesse könnten weitere Entlastungen bringen

Arbeitnehmer, Rentner und viele andere können mit der Steuererklärung für 2013 fast immer Geld zurück­holen. Die Spartipps von Finanztest zeigen: Es geht um mehrere hundert Euro für jeden. Diesmal gehören auch Ausgaben in die Steuererklärung, die zur Zeit keine Steuerersparnis bringen. Das können Beiträge zur Arbeits­losen­versicherung sein, aber auch Ausgaben für Medikamente. Das Finanz­amt rechnet solche Posten von sich aus im Steuer­bescheid nur vorläufig ab, weil es Muster­prozesse gibt. Es kann sein, dass künftig viel mehr davon anerkannt werden muss.

Chance für alle Steuerzahler

Jeder sollte außerdem Spenden geltend machen oder die Kirchen­steuer, die er 2013 gezahlt hat. Solche Sonder­ausgaben lohnen sich fast immer, weil das Finanz­amt dafür pauschal nur 36 Euro anerkennt. Viele Steuerzahler können höhere Beträge in der Steuererklärung nach­weisen und mehr Steuern sparen.

Vorteil für Arbeitnehmer

Für Arbeitnehmer lohnen sich Ausgaben für den Beruf in der Steuererklärung, wenn sie 2013 mehr als 1 000 Euro ausgegeben haben. Soviel kommt schon für den Arbeitsweg zusammen, wenn die Entfernung zwischen Wohnung und Firma 15 Kilo­meter beträgt. Dann lohnen sich zum Beispiel auch Fort­bildungs­kosten, Gewerk­schafts­beiträge und andere Werbungs­kosten in der Steuererklärung.

Neue Wahl für Paare

Neu wählen können Ehepartner und gesetzliche Lebens­partner. Statt der gemein­samen kommt in der Steuererklärung 2013 zum ersten Mal die Einzel­ver­anlagung infrage. Die kann zum Beispiel mehrere hundert Euro bringen, wenn ein Partner 2013 hohe Krank­heits­kosten hatte, aber deutlich weniger Einkünfte als der andere. Auch in anderen Lebens­situationen lohnt sich die neue Variante. Das Finanztest-Special erklärt, wer unter welchen Voraus­setzungen profitieren kann.

Fast jeder kann sparen

Die Spartipps von Finanztest bringen fast jedem Geld zurück. Arbeitnehmer haben zuletzt im Schnitt rund 900 Euro im Jahr erstattet bekommen. Auch für Paare lohnt es sich, genau zu über­legen, wie sie ihre Steuerlast verringern können. Drei Tabellen zeigen:

  • mit welchen Werbungs­kosten sich Steuern sparen lassen,
  • welche Steuererspar­nisse für verschiedene Einkommens­gruppen drin sind,
  • und wie hoch die zumut­bare Belastung ist, bis zu der jeder seine Krank­heits­kosten ohne Steuer­vorteil bestreiten muss.
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Profilbild Stiftung_Warentest am 03.03.2014 um 15:34 Uhr
außergewöhnliche Belastungen

@ giwdeh49: Grundsätzlich können wir bei den Tipps im Heft nicht alle Ausgaben aufzählen, die möglich sind. Wir müssen uns auf Beispiele beschränken bzw. auf die Aspekte, die den größten Teil unserer Leserinnen und Leser betreffen könnten. Grundsätzlich stimmt es, dass bei Fahrten zum Arzt etc. jeder Kilometer mit pauschal 30 Cent abgerechnet werden kann. Es gibt hierzu sogar ein Urteil des Bundesfinanzhofs (Az. III R 16/02). Darauf können Steuerzahler, bei denen das abgelehnt wird, in Einsprüchen verweisen. Aber Achtung: Die zumutbare Eigenbelastung muss man sich vorher noch anrechnen lassen. Da es auch dazu einen Musterprozess beim Bundesfinanzhof gibt, lässt das Finanzamt aber Steuerbescheide in diesem Punkt von sich aus offen. Das heißt: Steuerzahler sollten ihre Kosten immer angeben – auch wenn sie nicht über die zumutbare Belastung hinausgehen. (PH)

giwdeh49 am 02.03.2014 um 20:28 Uhr
außergewöhnliche belastungen

Leider vermisse ich in Ihren Tipps die Möglichkeit Fahrtkosten für Aufwendungen im Zusammenhang mit Arzt-,Apothekenbesuchen und dgl.mit 30Cent pro Kilometer geltend zu machen.