Steuererklärung 2012 Special

Ihr Geld liegt beim Finanz­amt. Holen Sie es ab! Lassen Sie sich von den Formalitäten der Steuererklärung nicht abschre­cken. Die meisten Arbeitnehmer haben im letzten Jahr zu viel Steuern gezahlt. Rund Tausend Euro mit der Jahres­abrechnung vom Finanz­amt zurück­zuholen, ist in vielen Fällen möglich. Finanztest zeigt, wie das geht und hilft, teure Fehler zu vermeiden.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Steuererklärung.

Werbungs­kosten, Sonder­ausgaben, Belastungen

Ausgaben für den Weg zur Arbeit, für Dienst­reisen, Bewerbungen, Arbeits­mittel und Weiterbildungen kann jeder ansetzen. Wer wegen des Jobs einen zweiten Haushalt führen muss, kann die Extra-Kosten dafür ebenfalls als Werbungs­kosten abrechnen. So kommt schnell mehr als der Pausch­betrag von 1 000 Euro zusammen. Neben Werbungs­kosten können Steuerzahler auch Sonder­ausgaben wie Spenden oder Kirchen­steuern voll abrechnen. Hatten sie 2012 zudem außergewöhnliche Belastungen wie Kosten für Krankheiten oder Ausgaben für die Pflege eines Angehörigen, bekommen sie vom Fiskus in diesem Jahr ordentlich Geld zurück.

Erleichterungen für Eltern

Für die Jahres­abrechnung von 2012 müssen Eltern erst­mals keine Einschränkungen mehr beachten, wenn sie Ausgaben für die Betreuung ihrer Kinder abrechnen wollen. Ausgaben für Kita, Hort, Tages­mutter, Au-pair oder andere Betreuungs­angebote können nun für alle Kinder von der Geburt bis zur Voll­endung des 14. Lebens­jahres berück­sichtigt werden. Die persönlichen Voraus­setzungen – wie Erwerbs­tätig­keit oder Ausbildung der Eltern – spielen keine Rolle mehr. Bis zu 6 000 Euro pro Jahr und Kind können angegeben werden – das Finanz­amt berück­sichtigt dann zwei Drittel davon als Sonder­ausgaben. Auch für Eltern mit erwachsenen Kindern wird es leichter. Sie müssen keine großen Rechenkünstler mehr sein – zumindest bis zum Abschluss der ersten Ausbildung ihrer Kids. Denn Kinder­geld, Kinder­frei­beträge und Ausbildungs­frei­beträge gibt es ab sofort unabhängig vom Einkommen der Jugend­lichen.

Frist bis Ende Mai einhalten

Viele Steuerzahler müssen ihre Steuererklärung spätestens am 31. Mai 2013 abge­geben haben. Dazu gehören Steuerzahler, die 2012

  • einen Frei­betrag für den Lohn­steuer­abzug beantragt haben,
  • Eltern­geld, Krankengeld oder eine andere Lohn­ersatz­leistungen über 410 Euro bezogen haben,
  • außer­ordentliche Einkünfte, wie eine Abfindung erhalten haben und diese nach der Ein-Fünftel-Regelung versteuern müssen,
  • mehr als einen Arbeit­geber hatten,
  • mehr als 410 Euro Neben­einkünfte hatten, beispiels­weise durch Miet­einnahmen
  • und Eheleute, bei denen einer die Steuerklasse V oder VI hat.

Für die meisten anderen Steuerzahler ist die Abgabe der Steuererklärung freiwil­lig und damit an keine Frist gebunden. Sie sollten aber bedenken, dass Steuer­abrechnungen für vergangene Jahre vom Finanz­amt nur bearbeitet werden, wenn nicht mehr als vier Jahre verstrichen sind. In 2013 können Steuerzahler also die Steur­erklärungen für 2009 noch abgeben. Für die Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben von 2008 ist es bereits zu spät.

So hilft das Special von Finanztest

Finanztest zeigt, wie Sie Wege zur Arbeit und Dienst­reisen optimal abrechnen, welche Posten Sie bei einer doppelten Haus­halts­führung geltend machen und wann Sie Arbeits­mittel, die Sie auch privat nutzen, abrechnen können. Lesen Sie auch, wie private Posten wie Hand­werker- oder Krank­heits­kosten oder Ausgaben fürs Kind steuer­mindern geltend gemacht werden können. Finanztest erklärt zudem detailliert, welche dieser Ausgaben an welche Stelle im Mantelbogen und den Anlagen N, KAP, R oder Kind gehören.

Finanztest Spezial Steuern

Steuererklärung 2012 Special

Wenn Sie darüber hinaus noch Fragen zu aktuellen Muster­prozessen, zur elektronischen Über­mitt­lung von Steuer­daten oder zur Prüfung des Steuer­bescheids haben: Umfassende Informationen bietet das aktuelle Sonder­heft Finanztest Spezial Steuern 2013. Es kostet 8,50 Euro. Sie können es direkt online bestellen oder als PDF herunter­laden.

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