Werbungs­kosten V: Viel gelernt

Steuererklärung 2011 Special

Arbeitnehmer und Arbeits­lose rechnen Bildungs­kosten für ihren heutigen oder künftigen Beruf als Werbungs­kosten ab. Dazu gehören Lehr­gangs­gebühren und Reise­kosten (Anlage N, Zeile 45).

Sprach­kurse. Kurse für den Job – auch solche im Ausland, erkennt das Finanz­amt an. Die Kosten dürfen aufgeteilt werden, wenn ein Teil des Kurses dem Privat­interesse diente.

Erst­studium. Ausgaben für das erste Studium können Werbungs­kosten sein, entschied der Bundes­finanzhof (BFH). Der Gesetz­geber legte trotzdem fest, dass Bildungs­kosten nur Sonder­ausgaben sein sollen (Mantelbogen, Zeilen 47, 48). Die bringen aber nur eine Steuerersparnis, wenn bereits Einkommen zu versteuern ist. Anerkannt sind für 2011 bis 4 000 Euro im Jahr. Studenten sollten ihre Kosten als Werbungs­kosten abrechnen, wenn das güns­tiger ist. Lehnt das Finanz­amt ab, sollten sie Einspruch gegen den Steuer­bescheid einlegen. Denn es ist zu erwarten, das in Kürze neue Verfahren anhängig sind.

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