Werbungs­kosten IV: Zuhause arbeiten

Steuererklärung 2011 Special

Der Arbeits­raum daheim bringt vielen Arbeitnehmern und Jobsuchenden einen Vorteil beim Finanz­amt. Bis zu 1 250 Euro Werbungs­kosten im Jahr muss es abhaken, wenn sie für die Arbeiten, die sie dort erledigen, sonst keinen Arbeits­platz haben. Ist der Raum Mittel­punkt der Arbeit wie bei Tele­arbeitern, zählen die Kosten ohne Grenze.

Ausgaben. Die Kosten ergeben sich aus der Fläche des Arbeits­zimmers im Verhältnis zur Wohnung. Beträgt sie 10 Prozent der Gesamt­fläche, sind 10 Prozent der Ausgaben Werbungs­kosten (Anlage N, Zeile 44):

  • anteilige Reinigungs-, Strom­kosten, Hausrat­versicherungs­beiträge
  • für Mieter anteilige Miete und Neben­kosten
  • für Eigentümer anteilige Abschreibung, Finanzierungs­kosten und Grund­steuer, Instandhaltungs- und Neben­kosten, Gebäude­versicherung.

Tipp: Machen Sie Ihr Arbeits­zimmer auch geltend, wenn Sie es zum Teil privat nutzen. Bisher ist es zwar nur anerkannt, wenn es nicht mehr als 10 Prozent privat genutzt wird. Das könnte sich aber ändern. Der Bundes­finanzhof muss urteilen, ob anteilige Kosten zählen (Az. X R 32/11).

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