Steuererklärung 2011 Meldung

Für Eltern von Kindern zwischen 18 und 25 kommt es bei Kindergeld oder Kinderfreibetrag für das Jahr 2011 letztmalig auf die eigenen Einkünfte und Bezüge der Kinder an. Diese dürfen nicht höher als 8 004 Euro liegen, ansonsten wird das Kindergeld zurückgefordert. test.de sagt, was Sie bei der Steuererklärung mit Blick auf erwachsene Kinder wissen müssen.

Kinder­geld oder Kinder­frei­beträge

Das Finanz­amt prüft nach Abgabe der Steuererklärung im Rahmen der Jahres­abrechnung auto­matisch, ob Eltern mit Kinder­geld oder Kinder­frei­beträgen besser abschneiden – und gewähren die güns­tigere Variante. Eltern mit höheren Einkommen fahren meist besser mit den Kinder­frei­beträgen. Vom Steuer­vorteil hieraus zieht die Finanz­verwaltung das erhaltene Kinder­geld ab.

Einkünfte und Bezüge nicht über 8 004 Euro

Hat das Kind 2011 eigene Einkünfte und Bezüge von mehr als 8 004 Euro erzielt, haben die Eltern keinen Anspruch auf Kinder­geld. Folge: Die Familien­kasse fordert die Zahlungen rück­wirkend für das ganze Jahr 2011 zurück.

  • Einkünfte. Zu den Einkünften zählen zum Beispiel Ausbildungs­vergütungen, Studentenjobs, Freiwil­ligen­dienste, steuer­pflichtige Renten, Einkünfte aus selbst­ständiger Arbeit und Kapital­vermögen.
    Tipp: Bei der Berechnung der Einkünfte gehen von den Einnahmen des Kindes Werbungs­kosten, Betriebs­ausgaben und Sozial­versicherungs­beiträge ab. Als Werbungs­kosten können Sie entweder den neuen Pausch­betrag von 1 000 Euro ansetzen. Höhere Aufwendungen – etwa durch einen langen Arbeitsweg – können Sie aber auch einzeln gegen­über dem Finanz­amt nach­weisen.
  • Bezüge. Dazu zählen zum Beispiel Ausbildungs­förderungen wie Bafög, Krankengeld, Arbeitnehmer-Spar­zulagen, steuerfreie Renten. Bei den Bezügen wird auto­matisch eine Kostenpauschale von 180 Euro berück­sichtigt.
    Tipp. Auch hierbei dürfen Sie höhere Ausgaben nach­weisen.

Ausbildungs­frei­betrag

Eltern erhalten neben dem Kinder­geld beziehungs­weise Kinder­frei­betrag einen Ausbildungs­frei­betrag von bis zu 924 Euro im Jahr, wenn das Kind während der Ausbildung auswärts wohnt. Auch hierbei kommt es 2011 letzt­malig auf die eigenen Einkünfte und Bezüge des erwachsenen Nach­wuchses an. Einkünfte und Bezüge, die über den Betrag von 1 848 Euro hinaus­gehen, zieht das Finanz­amt vom Frei­betrag ab.

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