Steuererklärung 2009 Meldung

Mit der Steuererklärung 2009 können Steuerzahler häufig mehr Geld als früher vom Finanzamt zurückholen. Bis Ende Mai müssen viele dort die Jahresabrechnung abgeben. test.de verrät, wie Sie mit der Frist umgehen und Ihr Geld zurückholen.

Bis Ende Mai Steuererklärung abgeben

Bis Montag, den 31. Mai, wollen die Finanzbeamten die Steuererklärung für 2009 vorliegen haben. Es lohnt sich seine Steuern beim Finanzamt abzurechnen. Neue Steuervorteile machen die Erklärung dieses Mal noch attraktiver. Der 31. Mai gilt für alle, von denen das Finanzamt eine Steuererklärung verlangt. Erledigt ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein die Abrechnung, verlängert sich die Abgabefrist bis zum 31. Dezember 2010.

Tipp: Wenn Sie es nicht bis Ende Mai schaffen, dann beantragen Sie eine Verlängerung beim Finanzamt. Sie müssen dafür einen triftigen Grund angeben, zum Beispiel eine längere Krankheit oder fehlende Unterlagen wie die Steuerbescheinigung der Bank. Am besten sind ein paar Zeilen, in denen Sie um „stillschweigende Verlängerung“ bitten. Das Finanzamt wird den Antrag daraufhin in der Regel ohne Antwort genehmigen.

Steuererklärung jederzeit noch nachholen

Lassen Steuerzahler den 31. Mai einfach verstreichen, rührt sich das Finanzamt in den ersten Wochen meistens nicht. In dieser Zeit können Sie Ihre Steuererklärung jederzeit noch nachholen, ohne dass Ihnen Sanktionen drohen. Geben Sie die Unterlagen einfach stillschweigend ab, ohne die Verspätung zu begründen. Ab Juli könnte es dann allerdings sein, dass Ihr Finanzamt die Einkommensteuererklärung bei Ihnen schriftlich anmahnt. In diesem Fall setzt es Ihnen in der Regel eine Frist von vier bis sechs Wochen für die Abgabe. Das ist keine Verlängerung, sondern eine Art Versprechen, in dieser Zeit noch auf Sanktionen zu verzichten.

Für wen die Steuererklärung Pflicht ist

Steuererklärung 2009 Meldung

Ob Sie für das Jahr 2009 eine Steuererklärung abgeben müssen, hängt von Ihren Einnahmen ab. Die Grafik nennt die Hauptgründe. Ein Arbeitnehmerehepaar muss auf jeden Fall bis 31. Mai abrechnen, wenn ein Partner die Steuerklasse V auf der Steuerkarte hatte. Auch wer vom Finanzamt zusätzliche Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte 2009 eintragen lassen hat, ist zur Steuererklärung verpflichtet.

Wenn das Finanzamt mit Zwangsgeld droht

Wenn Sie die in der Mahnung gesetzte Frist verstreichen lassen, kann Ihnen das Finanzamt ein Zwangsgeld androhen und danach auch festsetzen. Es kann auch sein, dass Sie Verspätungszuschläge zahlen müssen. Der Sachbearbeiter kann Ihr Einkommen sogar schätzen und dafür Steuern verlangen. Ob es zu solchen Sanktionen kommt, liegt genauso im Ermessen des Finanzamtes wie ihr Ausmaß. Wenn das Finanzamt entdeckt, dass Sie leichtfertig keine Steuern gezahlt haben, kann es auch ein Bußgeld verhängen. Haben Sie mit Vorsatz Steuern hinterzogen, sind Geldstrafen und in besonders schweren Fällen sogar Haftstrafen nicht ausgeschlossen.

Hohe Verspätungs­zuschläge

Der Verspätungszuschlag hängt von der ­Höhe der Einkommensteuer ab, die Sie insgesamt zahlen müssen. Beträgt die festgesetzte Einkommen­steuer 18000 Euro im Jahr, kann der Sachbearbeiter von Ihnen zum Beispiel 360 Euro (2 Prozent) Verspätungszuschlag fordern. Er darf aber höchstens 10 Prozent der festgesetzten Einkommensteuer verlangen und maximal 25000 Euro Zuschlag für jedes Jahr festsetzen. Sie müssen den Zuschlag selbst dann bezahlen, wenn Sie keine Steuern nachzahlen müssen, sondern Geld zurückbekommen.

Sonderheft Steuern

Das Finanztest Spezial Steuern informiert im Detail über die Steuererklärung für das Jahr 2009. Arbeitnehmer, Rentner und Pensionäre erfahren, wie sie Steuern sparen können und die Formulare richtig ausfüllen. Dem Sonderheft ist eine CD mit dem Elster-Programm vom Finanzamt beigelegt. Es kostet 7,50 Euro.

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