Steuererklärung 2008 Meldung

Wer zur Steuererklärung verpflichtet ist, hat noch bis zum 2. Juni Zeit, die Unterlagen für 2008 beim Finanzamt einzureichen. Schafft jemand den Termin nicht, kann er Fristverlängerung beantragen. test.de gibt Tipps, wie Sie erfolgreich Ihr Geld vom Finanzamt zurückholen.

Freiwillig oder Pflicht

Grundsätzlich ist die Steuererklärung Pflicht. Doch es gibt Ausnahmen: Wer selbstständig oder Rentner ist und nur Einkünfte bis zum Grundfreibetrag von 7 664 Euro / 15 329 Euro (Alleinstehende / Verheiratete) erzielt, muss nicht beim Finanzamt abrechnen. Das gilt auch für Arbeitnehmer, die nur Lohn in den Steuerklassen I oder IV beziehen. Sie müssen nur in den folgenden Fällen eine Steuererklärung abgeben:

  • Nebeneinkünfte sind höher als 410 Euro im Jahr,
  • Leistungen wie Arbeitslosen-, Kranken-, Eltern- oder Mutterschaftsgeld sind höher als 410 Euro jährlich,
  • 2008 galt die Lohnsteuerklasse VI,
  • das Dienstverhältnis als Beamter hat nicht das gesamte Jahr gedauert, zusätzlich sind Einkünfte geflossen,
  • ein Ehepartner hat Lohn nach Steuerklasse V versteuert,
  • auf der Lohnsteuerkarte standen zusätzliche Freibeträge.

Abgabefristen

Der 31. Mai ist Pfingstsonntag, der 1. Juni ein Feiertag - wer zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet ist, hat daher in diesem Jahr noch bis zum 2. Juni Zeit, die Steuererklärung beim Finanzamt abzugeben. Alle, die das nicht schaffen, können eine Fristverlängerung beantragen. Meist ist ein Aufschub von einigen Wochen ohne Probleme möglich. Nur wer seine Steuererklärung deutlich später beim Finanzamt abgeben möchte, muss dies im Antrag auf Fristverlängerung begründen. Aufgepasst: Das Finanzamt muss der Verlängerung zustimmen. Ist dies nicht der Fall, können die Finanzbeamten Verspätungszuschläge berechnen, wenn die Steuererklärung zu spät eingereicht wird. Bearbeiten Steuerberater oder Lohnsteuerhilfevereine die Steuererklärung, endet die Abgabefrist am 31. Dezember diesen Jahres. Ausnahme: Das Finanzamt will die Erklärung bereits früher haben. Wer nicht zur Steuererklärung verpflichtet ist, hat jetzt vier Jahre Zeit, seine Unterlagen einzureichen. Bislang endete die Frist nach zwei Jahren. Die Steuererklärung für 2008 muss also spätestens 2012 beim Finanzamt liegen. So lange sollte aber niemand warten, wenn Rückzahlungen zu erwarten sind - sonst gewährt er dem Finanzamt einen zinslosen Kredit.

Änderungen für 2008

Für das Steuerjahr 2008 gab es wieder zahlreiche Änderungen. test.de nennt Beispiele:

  • Pendlerpauschale. Durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts können Pendler nun wieder für jeden Entfernungskilometer 30 Cent als Werbungskosten absetzen. Dies gilt auch rückwirkend für die Steuererklärung 2007. test.de gibt weitere Infos zur Pendlerpauschale.
  • Wertpapierverkäufe. Anleger sollten Verluste aus Wertpapierverkäufen in der Steuererklärung angeben. Sie können auch Verluste aus früheren Jahren nachmelden. Wenn weder 2008 noch 2007 Gewinne zu verrechnen waren, zieht das Finanzamt die Altverluste von Gewinnen aus künftigen Wertpapierverkäufen ab. Dadurch kann auch die neue Abgeltungsteuer sinken.
  • Dienstreisen. Mehr Steuerabzug gibt es für Arbeitnehmer, die Kosten für Dienstreisen oder für die Tätigkeit an verschiedenen Arbeitsstätten geltend machen können: Seit 2008 dürfen sie 30 Cent für jeden mit dem Auto gefahrenen Kilometer als Werbungskosten absetzen.
  • Rechnungen. Sie müssen dem Finanzamt nicht gleich alle Belege zuschicken. Rechnungen, Überweisungen für selbstständige Handwerker, Haushaltshilfen und Tagesmütter müssen Sie zum Beispiel erst auf Verlangen vorlegen.

Tipp: Der Artikel Steuererklärung: Geld zurück aus Finanztest 06/2009 zeigt, für wen sich die Abgabe der Steuererklärung garantiert lohnt und gibt Tipps zum Ausfüllen der Formulare. Außerdem: Wichtige Änderungen für die Steuererklärung 2008 und finden Sie im Artikel Steuererklärung für 2008 aus Finanztest 03/2009.

Einspruch gegen Steuerbescheid

Kommt der Bescheid ins Haus, sollten Steuerzahler ihn gründlich prüfen. Denn viele dürfen auf mehr Geld hoffen als in dem Papier steht - entweder, weil der Finanzbeamte falsch abgerechnet hat oder weil es Musterprozesse für bestimmte Steuerverfahren gibt. Dafür müssen sie nur Einspruch gegen den Bescheid einlegen. Wie das erfolgreich geht erklärt der Artikel Steuerbescheid: Viel zu gewinnen aus Finanztest 06/2009.

Finanztest Spezial Steuern 2009

Steuererklärung 2008 Meldung

Bei der Steuererklärung hilft das Finanztest Spezial Steuern 2009. Es erklärt, was sich für Steuerzahler bei der Erklärung für 2008 ändert und welche Möglichkeiten sie haben, zu viel gezahlte Steuern vom Finanzamt zurückzuholen. Außerdem im Heft: Eine CD mit dem Elster-Programm vom Finanzamt. Das Heft kostet 7,50 Euro. Sie können es online bestellen.

Buch Steuererklärung für Rentner

Steuererklärung 2008 Meldung

Speziell für Rentner gibt es darüber hinaus den Ratgeber „Steuererklärung für Rentner 2008/2009“. Das Buch zeigt, wie Rentner bei ihrer Steuererklärung vorgehen sollten und gibt zahlreiche praktische Tipps, damit sich die Erklärung lohnt. Der Ratgeber kostet 12,90 Euro. Sie können ihn ebenfalls online bestellen.

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