Steuererklärung 2007 Meldung

Bei der Steuererklärung für 2007 müssen einige Änderungen beachtet werden.

Termin: Bis 2. Juni ist Zeit, die Steuererklärung 2007 abzugeben. Wer sich vom Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater helfen lässt, darf bis Silvester 2008 warten.

Pendlerpauschale: Der Streit über die Streichung der ersten 20 Kilometer Arbeitsweg ist beim Verfassungsgericht anhängig. Für 2007 heißt das: Tragen Sie die Pauschale voll ein. Der Steuerbescheid bleibt dann offen.

Tipp: Wenn Sie gegen den Bescheid Einspruch einlegen und „Aussetzung der Vollziehung“ beantragen, werden die 20 Kilometer sofort berücksichtigt. Bei einem negativen Urteil fordert das Amt dann aber Geld zurück.

Arbeitszimmer: Es ist nur absetzbar, wenn es den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit bildet – für die meisten Lehrer und Außendienstler also nicht. Auch das ist aber noch strittig. Betroffene sollten ihre Ausgaben wie bisher als Werbungskosten oder Betriebsausgaben angeben. Ganz unabhängig davon gilt: Arbeitnehmer können Bürogegenstände als Arbeitsmittel absetzen, zum Beispiel Schreibtisch, Regale oder Computer, wenn sie ohne Mehrwertsteuer bis 410 Euro kosten. Sind sie teurer, werden sie über mehrere Jahre abgeschrieben.

Vereine: Wer sich sozial engagiert, kann 500 Euro Aufwandsentschädigung steuerfrei kassieren. Für Trainer und Übungsleiter gelten 2 100 Euro Freibetrag.

Spenden: Akzeptiert werden bis zu 20 Prozent der Einkünfte, doppelt so viel wie bisher. Bei Spenden bis 200 Euro reichen statt einer Spendenbescheinigung Kontoauszug, Bareinzahlungs- oder Überweisungsbeleg.

Sparer: Zinsen und Dividenden sind inklusive Werbungskostenpauschale nur noch bis 801 Euro steuerfrei (Ehepaare: 1602 Euro). Wer höhere Kosten hat, etwa Depotgebühren oder Fachliteratur, muss sie nachweisen.

Steuerberatung: Ob „private Beratungskosten“ wie das Ausfüllen des Mantelbogens und der Anlage Kind nicht mehr abgesetzt werden können, ist strittig. Betroffene sollten diese Kosten aufführen, gegen einen Ablehnungsbescheid Einspruch einlegen und ein Ruhen des Verfahrens beantragen. Berufliche Beratungskosten können dagegen abgesetzt werden, also Beratung zu Einkünften von Arbeitnehmern, Pensionären und Rentnern, zur Anlage KAP, Anlage V und Anlage GSE. Teilt der Steuerberater sein Honorar geschickt auf, spart das Steuern. Kosten für den Lohnsteuerverein, für Fachliteratur oder PC-Programme werden bis 100 Euro akzeptiert.

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