Steuererklärung 2006 Leicht verdientes Geld

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Bei vielen Arbeitnehmern ist die Steuererklärung ganz einfach. Oft müssen sie nur ein simples Formular ausfüllen. Etwas komplizierter wirds für Verheiratete und Eltern. So oder so: Meist lohnt die Steuererklärung. Die Lohnsteuer, die der Arbeitgeber vom Lohn abzieht und ans Finanzamt überweist, ist in der Regel höher als der nach Abrechnung fürs ganze Jahr fällige Betrag. Die Folge: Durchschnittlich 900 Euro zahlten etwa Berliner Finanzämter an Arbeitnehmer zurück, die eine Steuererklärung abgegeben hatten. Finanztest sagt, wie Sie möglichst viel von Ihrem Geld wiederkriegen.

Inhalt

Neue Formulare

Die Vordrucke für die Steuererklärung sind neu gestaltet. Zartes Grün und strahlendes Weiß haben das triste Grau von früher abgelöst. Es gibt eine Kurz- und eine Langfassung. Die Kurzfassung reicht für viele Arbeitnehmer. Die Langfassung ist nötig, wenn Zins-, Miet- und andere Einnahmen einzutragen sind. Auch Posten wie Unterhaltszahlungen an Ex-Gatten oder Kosten für Haushaltshilfe oder Handwerker lassen sich nur mit der Langfassung der Steuererklärung geltend machen.

Erstattung manchmal ganz ohne Quittungen

Bei einfachen Fällen ist Handarbeit der schnellste Weg zur Steuererklärung. Die Formulare gibts beim Finanzamt, und die erforderlichen Daten sind schnell eingetragen und von der Lohnsteuerbescheinigung abgeschrieben. Wichtig: Oft lohnt die Steuererklärung sogar dann, wenn gar keine Werbungskosten entstanden und auch sonst Vergünstigungen nicht in Sicht sind. Arbeitnehmer bekommen schon eine Steuererstattung, wenn sie nur ihre Kirchensteuerzahlungen ins Formular eintragen. Schwieriger wirds bei Ehepaaren. Sie müssen entscheiden, ob eine gemeinsame oder zwei separate Steuererklärungen günstiger sind. Spielraum gibt es auch für Eltern. Bei Ihnen prüft das Finanzamt bei der Jahresabrechnung, ob nicht die Freibeträge für Kinder günstiger sind als das während des Jahres erhaltene Kindergeld.

Berechnung vom Finanzamt

Leicht sind Fahrtkosten und andere so genannte Werbungskosten geltend zu machen. Für den Weg von und zur Arbeit sind die Entfernung von der Wohnung zur Arbeitsstelle und die Zahl der Arbeitstage einzutragen. Das Finanzamt berechnet die dafür zu berücksichtigenden Kosten selbst. Für 2006 gelten noch die gewohnten Regeln. Erst fürs laufende Jahr sind Einschnitte vorgesehen. Allerdings wird das Bundesverfassungsgericht noch prüfen, ob die neuen Regeln mit drastischen Einschnitten bei der Pendlerpauschale wirksam sind. Das Verfahren hat das Aktenzeichen BvL 1/07. Auch Fachliteratur und sonstige Werbungskosten machen kaum Schwierigkeiten: Beträge zusammenrechnen, Summe ins Formular eintragen und Kopien der Quittungen beifügen.

Beratung mit Sicherheit

In komplizierten Fällen oder bei der Aussicht auf hohe Rückzahlungen ist der Weg zum Steuerberater angebracht. Er ist der Garant für die Ausnutzung aller steuerlichen Möglichkeiten. Unterläuft dem Profi doch mal ein Fehler, gibts Schadensersatz. Jeder Steuerberater hat eine Haftpflichtversicherung, die für die Folgen von Fehlern aufkommt.

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