Steuererklärung 2004 Meldung

Mantelbogen und Anlage N: Bei vielen Arbeitnehmern ist die Steuererklärung ganz einfach. Komplizierter wirds für Verheiratete und Eltern. So oder so: In der Regel lohnt die Steuererklärung. Die Lohnsteuer, die der Arbeitgeber vom Lohn abzieht und ans Finanzamt überweist, ist meist höher als der nach Abrechnung fürs ganze Jahr fällige Betrag. Die Folge: Durchschnittlich 850 Euro zahlt das Finanzamt Arbeitnehmer zurück. Finanztest sagt, wie Sie möglichst viel von Ihrem Geld wiederkriegen.

Erstattung manchmal ganz ohne Quittungen

Bei ganz einfachen Fällen ist Handarbeit der schnellste Weg zur Steuererklärung. Die Formulare gibts beim Finanzamt, und die erforderlichen Daten sind schnell eingetragen und von der Lohnsteuerkarte abgeschrieben. Wichtig: Oft lohnt die Steuererklärung sogar dann, wenn gar keine Werbungskosten entstanden und auch sonst Vergünstigungen nicht in Sicht sind. Schwieriger wirds bei Ehepaaren. Sie müssen entscheiden, ob eine gemeinsame oder zwei separate Steuererklärungen günstiger sind. Spielraum gibt es auch für Eltern. Bei Ihnen prüft das Finanzamt bei der Jahresabrechnung, ob nicht die Freibeträge für Kinder günstiger sind als das während des Jahres erhaltene Kindergeld.

Berechnung vom Finanzamt

Auch Fahrtkosten und andere so genannte Werbungskosten sind leicht geltend zu machen. Für den Weg von und zur Arbeit sind nur die Entfernung von der Wohnung zur Arbeitsstelle und die Zahl der Arbeitstage einzutragen. Das Finanzamt berechnet die dafür zu berücksichtigenden Kosten selbst. Schade allerdings: Gegenüber 2003 sinken Kilometersatz und Höchstbetrag deutlich. Auch Fachliteratur und sonstige Werbungskosten machen kaum Schwierigkeiten: Beträge zusammenrechnen, Summe ins Formular eintragen und Kopien der Quittungen beifügen. Schwieriger wirds zum Beispiel bei einem ganz oder teilweise beruflich genutzten Computer. Nur der auf den beruflichen Teil der Nutzung entfallende Anschaffungspreis ist zu berücksichtigen. Eine neues Urteil des Bundesfinanzhofs erleichtert die Abrechnung für Steuerzahler, die ihren Rechner auch privat nutzen. Einzelheiten sind in FINANZtest 7/2004, online komplett und interaktiv oder im FINANZtest SPEZIAL Steuern nachzulesen.

Schritt für Schritt

Wichtig: Eine ganze Reihe von Steuerregeln werden noch gerichtlich überprüft. Doch profitieren kann nur, wer seine Ansprüche rechtzeitig anmeldet und seinen Steuerbescheid offen hält. Finanztest erklärt, wie das geht. Die wichtigsten Informationen zur Steuererklärung fürs vergangene Jahr liefert FINANZtest 3/2005 oder online komplett und interaktiv. Schritt für Schritt ist der Weg zur Steuererklärung und die wichtigsten Neuerungen erklärt.

Unterstützung vom Computer

Ebenfalls absetzbar: Die Kosten für ein PC-Programm zur Erstellung der Steuererklärung. Bei Steuererklärungen durchschnittlicher Art und Güte erleichtern solche Programme den Formularkrieg und verhindern ärgerliche Fehler. Wie gut die verschiedenen Programme funktionieren und wo die Stärken und Schwächen liegen, zeigt der große Vergleichstest in FINANZtest 2/2005 oder online komplett und interaktiv.

Beratung mit Netz und doppeltem Boden

In komplizierten Fällen oder bei der Aussicht auf hohe Rückzahlungen ist der Weg zum Steuerberater angebracht. Er ist der Garant für die Ausnutzung aller steuerlichen Möglichkeiten. Unterläuft dem Profi doch mal ein Fehler, gibts Schadensersatz. Jeder Steuerberater hat eine Haftpflichtversicherung, die für die Folgen von Fehlern aufkommt.

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