Fehlen Rechnungen für Hand­werker?

Steuer­bescheid durch­sehen Special

Sie können noch mehr Kosten für 2016 beim Finanz­amt abrechnen, weil etwa Ihr Vermieter erst jetzt die Ausgaben für Hand­werk­erarbeiten in der Wohn­anlage abge­rechnet hat? Kein Problem. Das können Sie auf jeden Fall inner­halb der Einspruchs­frist nach­reichen.

Zum Beispiel zählen neuerdings auch Rechnungen von Hand­werkern für Prüf­arbeiten und Gutachten – etwa für die Dicht­heits­prüfung von Abwasser­leitungen und die Kontrolle von Fahrs­tühlen oder Blitz­schutz­anlagen. Steuerermäßigung gibt es auch für Rechnungen vom Schorn­steinfeger.

So prüfen Sie. Ob das Finanz­amt alle Hand­werk­erkosten berück­sichtigt hat, finden Sie im Steuer­bescheid unter „Berechnung der Steuer“ in einer Summe als „Ermäßigung für Hand­werk­erleistungen“. Von der fest­gesetzten Einkommensteuer muss das Finanz­amt 20 Prozent der Lohn-, Fahrt- und Maschinen­kosten abziehen, jedoch maximal 1 200 Euro. Die maximale Förderung schöpfen Sie also aus, wenn Sie insgesamt 6 000 Euro ausgegeben haben.

Was tun? Wurden nicht alle Kosten berück­sichtigt, sollten Sie Einspruch einlegen und alle Ausgaben noch mal auflisten. Anhand Ihrer Konto­auszüge weisen Sie die Zahlung nach. Erwarten Sie noch Abrechnungen für 2016, bitten Sie das Finanz­amt, den Steuer­bescheid deswegen offen­zulassen.

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