Wer sich mit seiner Steuererklärung zu viel Zeit lässt, läuft Gefahr, vom Finanzamt einen Steuerbescheid mit geschätzten Zahlen zu erhalten. Will der Betroffene sich dagegen wehren, reicht es, innerhalb eines Monats die richtige Steuererklärung nachzureichen. Geschieht das kommentarlos, gilt das als Einspruch und nicht nur als Änderungsantrag, entschied der Bundesfinanzhof. Vorteil: Damit können nicht nur einzelne Posten beanstandet werden, vielmehr muss das Finanzamt den gesamten Fall neu aufrollen. Und: Fällt das Ergebnis schlechter aus als die Schätzung, muss es dies vorher mitteilen. Wird der Einspruch dann zurückgenommen, gilt der Schätzbescheid (BFH-Urteil, Az. V R 87/01).

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