Macht das Finanz­amt Fehler, hat ein Steuerzahler auch mal Glück, so das Finanzge­richt Münster. Ein Mann gab in seiner elektronischen Steuererklärung alle seine Renten richtig an. Weil dem Finanz­amt aber keine Meldung der Rentenkasse vorlag, ignorierte es die gesetzliche Rente und setzte zu wenig Steuer fest. Nachdem es später die Rentenbe­zugs­mitteilungen erhielt, änderte das Amt den bestands­kräftigen Steuer­bescheid und verlangte mehr Steuern. Das durfte es aber nicht, denn der Bearbeiter hatte die erklärten Werte einfach ignoriert (Az. 6 K 1358/16 E, Revision beim Bundes­finanzhof zugelassen).

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