Fehler 4: Ein Posten für die Vorsorge unter­schlagen

Unser Paar vergleicht die Vorsorgeausgaben für die ganze Familie:

  • Alters­vorsorge: Der Ehemann kann 6 615 Euro gesetzliche Renten­versicherungs­beiträge absetzen – die Ehefrau nicht, weil sie Beamtin ist. Vom Beitrag des Mannes zählen 76 Prozent, maximal 40 000 Euro (20 000 Euro Allein­stehende). Das Finanz­amt hat also 5 027 Euro abzüglich 3 307 Euro Arbeit­geber­anteil richtig berück­sichtigt, sodass im Ergebnis 1 720 Euro von den Einkünften abgehen.
  • Kranken­schutz: Bei der Kranken- und Pflege­versicherung stimmen die Basisbeiträge des Mannes, die er für sich und seine mitversicherte Tochter gezahlt hat. Auch die Beträge für die Privatpolice der Frau sind richtig. Davon werden 320 Euro abge­zogen, die der Versicherer erstattet hat.
  • Riester-Beiträge: In Riester-Verträge zahlte das Paar zusammen mit den Zulagen jeder 2 100 Euro Höchst­betrag ein. Dafür sind am Schluss der Rechnung 4 200 Euro richtig ange­rechnet.
Steuer­bescheid 2013 prüfen Special

Fehler. 650 Euro Kranken- und 82 Euro Pflege­versicherungs­beitrag für den erwachsenen Sohn der Ehefrau fehlen im Bescheid. Der Abzug steht der Frau aber zu, weil sie für ihren Sohn noch Kinder­geld erhält.

Einspruch. „Sie haben 732 Euro Kranken- und Pflege­versicherungs­beitrag meines Sohnes nicht anerkannt. Der Abzug steht uns zu, weil ich für ihn Kinder­geld erhalte und er die Beiträge nicht geltend macht (Paragraf 10 Abs. 1 Nr. 3 S. 2 Einkommensteuergesetz, R 10.4 Einkommensteuer­richt­linien).“

Korrektur. Die Familie kommt nun auf 5 420 Euro Kranken­versicherungs­beiträge. Davon darf das Finanz­amt 140 Euro abziehen, weil das mitversicherte Krankengeld von Ehemann und Sohn (4 Prozent der Beiträge) nicht zur Basis­vorsorge zählt. Das Paar zahlt nach den Korrekturen 221 Euro weniger.

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