Fehler 5: Außergewöhnliche Lasten nur zum Teil richtig

Das Ehepaar hat im vergangenen Jahr 1 500 Euro für Zahn­ersatz ausgegeben. Doch die wirken sich nicht aus, weil das Finanz­amt verlangen darf, dass die Familie bis zu 2 664 Euro als zumut­bare Belastung selbst trägt. Das sind 4 Prozent von 66 624 Euro „Gesamt­betrag der Einkünfte“ siehe Fehler 2. Ob das rechtens ist, muss erst der Bundes­finanzhof entscheiden. Der Bescheid bleibt in dieser Frage vorläufig offen.

Fehler. Das Amt hat 924 Euro Ausbildungs­frei­betrag für den neunzehnjäh­rigen Sohn vergessen. Der steht der Familie aber zu, weil der Sohn auswärts lernt und in einem Lehr­lings­wohn­heim wohnt. Das Amt darf den Frei­betrag anders als früher nicht um Einkünfte oder Bezüge des Kindes kürzen.

Einspruch. „Es wurde der Ausbildungs­frei­betrag für meinen Sohn nicht anerkannt. Er steht mir nach Paragraf 33 a Abs. 2 Einkommensteuergesetz voll zu.“

Ersparnis. Mit dem Ausbildungs­frei­betrag sinkt die Steuer um 288 Euro.

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