Viele Steuerzahler können künftig problemlos bis zu 100 Euro für Steuerfachliteratur und Software und Beiträge an Lohnsteuerhilfevereinen als Werbungskosten absetzen. Haben sie wesentlich höhere Ausgaben, dürfen sie die Hälfte davon für diese Posten abrechnen. Das gilt laut einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums für Steuer­beratungskosten, die sich nicht eindeutig einer bestimmten Einkunftsart zuordnen lassen (IV B 2 S 2144/07/0002).

Das Problem besteht, weil private Beratungskosten – zum Beispiel zur Erbschaftsteuer oder zum Kindergeld – seit 2006 nicht mehr als Sonderausgaben anerkannt werden. Während Beratungskosten etwa im Zusammenhang mit Einkünften aus nichtselbstständiger Tätigkeit oder aus Kapitalvermögen als Werbungskosten gelten. Bei dieser Regelung muss es aber nicht bleiben: Denn dagegen gibt es erste Klagen bei den Finanzgerichten.

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