Ausgaben für Lohnsteuerhilfevereine, Steuerberater, Steuerfachliteratur und andere Beratungskosten rechnen die Finanzämter im Steuerbescheid nur noch vorläufig ab. Betroffene müssen deshalb keinen Einspruch mehr einlegen, wenn sie höhere Ausgaben absetzen wollen, als die Finanzämter zurzeit anerkennen. Die Finanzbeamten warten den Ausgang verschiedener Musterverfahren ab (Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 14. April, IV A 4 - S 0338/07/0003).

Die Kläger sind vor Gericht gezogen, weil die Ausgaben für das Ausfüllen des Mantelbogens und die Hilfe bei Abrechnung von Unterhalt und anderen privaten Posten seit 2006 keine Steuerersparnis mehr bringen. Jeder kann seitdem nur noch Kosten für das Berechnen der Einkünfte aus Löhnen, Renten, Zinsen, Mieten und anderen Einnahmen abrechnen.

Machen die Richter diesen Einschnitt rückgängig und sollte der Richterspruch auch rückwirkend gelten, ändern die Finanzämter die Steuern bei allen Betroffenen automatisch.

Tipp: Rechnen Sie alle Steuerberatungskosten in Ihrer Steuererklärung ab, auch solche, die das Finanzamt zurzeit nicht anerkennt. Sind Ihre Papiere schon beim Finanzamt, können Sie die Ausgaben noch nachreichen.

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