Steuerzahler, die Ausgaben für den Steuerberater komplett absetzen wollen, können hoffen: Vor den Finanzgerichten Baden-Württemberg (Az. 5 K 186/07) und Niedersachsen (Az. 10 K 103/07) sind erste Verfahren anhängig, in denen die Richter über die 2006 geänderten Abzugsmöglichkeiten für Beratungskosten entscheiden sollen. Seit 2006 erkennt das Finanzamt die Kosten nicht mehr an, wenn sie nur den privaten Bereich betreffen. Beratungskosten für einzelne Einkünfte, etwa aus nichtselbstständiger Arbeit oder Vermietung, sind weiter als Werbungskosten absetzbar.

Tipp: Legen Sie mit Verweis auf die Verfahren Einspruch ein, wenn das Finanzamt private Beratungskosten nicht anerkennt. Es muss Ihren Steuerbescheid aber nicht offenhalten, solange vor den Finanzgerichten verhandelt wird. Regional können Steuerbescheide dennoch vorläufig ergehen. Dies hat zum Beispiel die Oberfinanzdirektion Koblenz verfügt (S 2221 A - St 32 3).

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