Check­liste: Auf mögliche Fehler des Beraters reagieren

Hätte mein Steuerberater nicht mehr heraus­holen können? Sind Sie verunsichert, ob Ihr Berater eventuell einen Fehler gemacht hat, holen Sie sich Unterstüt­zung weiterer Experten. Den letzten Schritt, die Klage vor Gericht, sollten sich gerade Privatleute sehr gut über­legen.

Gespräch suchen. Versuchen Sie es im Guten. Wenden Sie sich direkt an Ihren Steuerberater mit Ihren Fragen oder dem Verdacht, dass etwas falsch gelaufen sein könnte.

Kammer anrufen. Kommen Sie allein nicht weiter, wenden Sie sich an die Steuerberaterkammer, die regional zuständig ist. Sie kann eventuell vermitteln.

Zweite Meinung. Weist Ihr Steuerberater Sie zurück, kann es sich lohnen, einen anderen Steuerberater um dessen Einschät­zung zum kritischen Sach­verhalt zu bitten. Versuchen Sie, das Thema möglichst konkret anzu­sprechen. So sollte es möglich sein, das Honorar für den zweiten Berater gering zu halten.

Rechts­anwalt. Loten Sie mit einem Anwalt die Chancen für Ihr weiteres Vorgehen aus. Wenden Sie sich an einen Experten, der sich im komplexen Steuerrecht auskennt. Klären Sie unbe­dingt Kosten und Nutzen einer möglichen Klage, bevor Sie diesen Schritt letzt­lich gehen.

Dauer­hafter Wechsel. Wollen Sie den Steuerberater nach einem Fehler verlassen? Klären Sie zum Beispiel im Gespräch mit Ihrem Anwalt oder dem neu gewählten Berater, wann der Wechsel möglichst reibungs­los erfolgen kann. Eventuell hat Ihr erster Berater ein Zurück­behaltungs­recht. Das bedeutet, dass er Ihre Unterlagen erst heraus­geben muss, wenn Sie seine Rechnung bezahlt haben.

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