Seit 1. Januar 2004 können reuige Steuersünder nicht versteuerte Einnahmen oder zu hoch erklärte Ausgaben aus den Jahren 1993 bis 2002 nachträglich straffrei richtig angeben. Sie müssen dafür 25 Prozent Pauschalsteuer zahlen, ab 1. Januar bis 31. März 2005 35 Prozent (siehe Finanztest 10/03).

Das müssen Steuersünder beachten:

  • Sie füllen das amtliche Formular zur Nacherklärung aus und unterschreiben.
  • Von den Einnahmen können sie keine Ausgaben oder Freibeträge abziehen. Im Gegenzug zählen beispielsweise von den verschwiegenen Zinsen, Dividenden oder Spekulationsgewinnen nur 60 Prozent als steuerpflichtiger Betrag.
  • Sie müssen die selbst errechnete Steuerschuld unaufgefordert überweisen, sodass sie spätestens am 10. Tag nach Absenden der Erklärung auf dem Konto des Finanzamts gutgeschrieben ist.

Tipp: Betroffene dürfen wählen, ob sie die neue strafbefreiende Erklärung abgeben oder eine Selbstanzeige. Was günstiger ist, sollten sie mit einem Steuerberater abwägen. Die Finanzbehörde hat ein 28-seitiges Merkblatt herausgegeben ( IV A 4 – S 1928 – 18/04). Das gibt es beim Finanzamt oder unter www.bundesfinanzministerium.de.

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