Steuer­änderungen Meldung

Das Bundes­kabinett hat viele kleine Änderungen auf den Weg gebracht – etwa im Bereich der Finanz­geschäfte. Eine Senkung der Einkommensteuersätze ist noch nicht in Sicht. Und Steuer­ver­einfachungen sind vertagt. test.de informiert.

Neue Regeln zu Finanz­geschäften

Rund um Geld­anlagen hat das Bundes­kabinett einige kleine Änderungen ab 2015 beschlossen. Bundes­tag und Bundes­rat müssen noch zustimmen:

  • Fremdwährung. Um den Verkaufs­gewinn von Finanz­geschäften in fremder Währung zu ermitteln, soll die „First-in-first-out-Methode“ gelten. Was zuerst ange­schafft wurde, gilt als zuerst verkauft. Die bisherige Durch­schnitts­methode ist zu kompliziert.
  • Frei­stellungs­auftrag. Banken dürfen die Steueridentifikations­nummer beim Bundes­zentral­amt für Steuern abfragen, um Kapital­erträge zu melden. Bisher darf der Kunde wider­sprechen.
  • Kapital­einkünfte. Werden Lebens­versicherungen weiterverkauft, sollen die Gewinn­auszah­lungen im Versicherungs­fall nicht mehr steuerfrei sein. Denn diese „gebrauchten“ Lebens­versicherungen werden als Geld­anlage gekauft und nicht um ein Risiko zu versichern, begründet die Bundes­regierung die neue Steuer­pflicht.

Grenz­wert für Sach­geschenke steigt

Ab 2015 soll sich die steuerfreie Grenze für Sach­geschenke an Mitarbeiter anläss­lich eines besonderen persönlichen Ereig­nisses von 40 auf 60 Euro erhöhen. Auch ein Essen, das der Chef als Belohnung spendiert, darf statt bisher 40 dann 60 Euro lohn­steuerfrei kosten.

Noch keine Senkung der Einkommensteuersätze

Der Druck auf die Bundes­regierung wächst, die Einkommensteuersätze zu senken. Derzeit werden Steuerzahler über­proportional belastet, wenn gleich­zeitig die Einkommen und die Lebens­haltungs­kosten steigen. Die Regierung will einen Bericht im Herbst abwarten und dann erst entscheiden.

Abrechnung von Pflege soll leichter werden

Hessen, Rhein­land-Pfalz, Bremen und Schleswig-Holstein wollen das Steuerrecht vereinfachen – unter anderem den Nach­weis von Pflege­kosten. Der Behindertenpausch­betrag sollte steigen. Das Bundes­kabinett hat den Gesetz­entwurf Ende April vertagt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 6 Nutzer finden das hilfreich.