Steuer­änderungen Meldung

Zwei Gesetze haben nach langem Hin und Her den Bundes­rat passiert. Abge­segnet sind das „Alters­vorsorgever­besserungs­gesetz“ und das „Amts­hilfe­richt­linie – Umsetzungs­gesetz“. Finanztest erklärt, was darin geregelt ist.

Basiskranken­versicherung

Versicherte dürfen ab 2013 Beiträge an Kranken- und Pflege­versicherer außer­halb des Europäischen Wirt­schafts­raums als Sonder­ausgaben absetzen, wenn die Unternehmen in Deutsch­land eine Betriebs­erlaubnis haben.

Pflegepausch­betrag

Angehörige erhalten seit Januar den Pflegepausch­betrag von 920 Euro im Jahr, wenn sie Verwandte in anderen EU-Staaten, Liechten­stein, Norwegen oder Island pflegen.

Firmenwagen

Arbeitnehmer mit Elektrofirmenwagen müssen nicht mehr 1 Prozent vom vollen Bruttolisten­preis versteuern, wenn sie diese auch privat nutzen. Der Listen­preis wird um eine Pauschale für die Batterie von bis zu 10 000 Euro gekürzt.

Freiwil­ligen­dienste

Im freiwil­ligen Wehr­dienst ist künftig nur noch der Wehr­sold steuerfrei. Wehr­dienst­zuschläge, spezielle Zuwendungen, kostenlose Unterkunft und Verpflegung werden steuer­pflichtig, wenn der Dienst nach 2013 beginnt. Für den Bundes­freiwil­ligen­dienst, den europäischen Freiwil­ligen­dienst und das freiwil­lige soziale Jahr gilt die Steuer­pflicht jetzt schon. Das Taschengeld bleibt steuerfrei.

Lohn­abrechnung

Die elektronische Lohn­steuerkarte hat eine gesetzliche Grund­lage bekommen.

Kirchen­steuer

Ab 2015 werden Banken die Kirchen­steuer für Kapital­einnahmen auto­matisch mit der Abgeltung­steuer ans Finanz­amt zahlen. Der Start wurde um ein Jahr verschoben.

Prozess­kosten

Kosten für Zivil­prozesse sind nur außergewöhnliche Belastungen, wenn die Klage lebens­notwendig ist.

Auszubildende

Junge Leute ab 18 in Ausbildung nach der ersten Berufs­ausbildung oder dem ersten Studium dürfen höchs­tens 20 Stunden pro Woche arbeiten. Sonst entfällt das Kinder­geld.

Rentenbeiträge

Das Finanz­amt erkennt von Renten­versicherungs­beiträgen weiter maximal 20 000 Euro (Ehepaare: 40 000 Euro) im Jahr an. Der Höchst­betrag steigt nicht.

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