Steueränderungen Meldung

Keine Hilfe beim Nestbau: Die Eigenheimzulage fällt.

Wenn die geplanten Steueränderungen kommen, wird es für die meisten Verbraucher teuer.

Änderungen ab 2006

  • Eigenheimzulage. Sie wird zum 1. Januar 2006 ersatzlos gestrichen. Nur wer noch 2005 eine Immobilie gekauft oder einen Bauantrag gestellt hat, bekommt den Zuschuss.
  • Arbeitslos. Freibeträge für Abfindungen und Übergangsgelder werden gestrichen.
  • Steuerberater. Kosten für die Steuerberatung können nicht mehr als Sonderausgaben abgesetzt werden.
  • Mietwohnung. Degressive Abschreibungen für vermietete Wohnungen sollen entfallen.
  • Fonds. Steuersparmodelle mit Medien-, Windkraft- oder anderen geschlossenen Fonds wurden bereits zum Stichtag des Koalitionsvertrags am 11. November 2005 gekippt.
  • Ökosprit. Biokraftstoff wird ab Mitte 2006 teurer. Er soll dann wie Mineralöl besteuert werden.
  • Handwerker. Wer Haus oder Wohnung durch Handwerker renovieren lässt, soll einen Teil der Rechnung von der Steuer erstattet bekommen. Dasselbe gilt für die private Kinderbetreuung oder Hausangestellte.

Änderungen ab 2007

  • Mehrwertsteuer. Sie steigt von 16 auf 19 Prozent. Der ermäßigte Steuersatz für Lebensmittel und Druckerzeugnisse bleibt bei 7 Prozent.
  • Pendler. Fahrtkosten zur Arbeit werden erst berücksichtigt, wenn die Entfernung mindestens 20 Kilometer beträgt.
  • Arbeitszimmer. Es soll nur noch absetzbar sein, wenn es den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit bildet.
  • Sparerfreibetrag. Er wird von derzeit 1 370 (Ehepaare: 2 740) Euro nahezu halbiert auf  750 (Ehepaare: 1 500) Euro.
  • Veräußerungsgewinne. Die Spekulationsfrist soll fallen, Gewinne sollen generell mit 20 Prozent besteuert werden. Gewinne von Wertpapieren werden auch nach mehr als 12 Monaten steuerpflichtig. Bei Immobilien fällt die zehnjährige Spekulationsfrist. Noch ist unklar, ob das nur für nach 2007 gekaufte Objekte gilt oder für alle Verkäufe ab 2007.
  • Kindergeld. Es wird nur bis zum 25. Lebensjahr gezahlt.
  • Freibeträge. Freibeträge für Bergmannsprämien, Heirats- und Geburtshilfen werden gestrichen. Zuschläge bei Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit bleiben dagegen steuer- und sozialversicherungsfrei. Es werden aber Sozialabgaben auf einen Stundengrundlohn von 25 Euro fällig.

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