Steueränderungen Meldung

Die Bundesregierung plant zahlreiche Steueränderungen. Das Jahressteuer­gesetz 2010 muss aber erst noch den Bundestag und Bundesrat passieren. Hier sind die wichtigsten Punkte:

Lohnsteuerkarte 2010. Die Pappkarte gilt auch für 2011 weiter. Sie ist noch nötig, weil Arbeitgeber erst ab dem Jahr 2012 Steuerklassen und Freibeträge für den Lohnsteuerabzug elektronisch abrufen können. Arbeitnehmer müssen Ende des Jahres selbst prüfen, ob die Einträge auch für 2011 stimmen.

Kontrolle. Die Bank soll der Finanzbehörde künftig die Steuer-Identifikationsnummer von Kunden mitteilen, die Wertpapiere verschenken oder als Geschenk erhalten. Ab 2012 soll sie auch über Kunden informieren, die aufgrund einer Nichtveranlagungsbescheinigung Kapitalerträge steuerfrei erhalten. Zudem müssen Anleger spätestens ab 2015 die Steuer-Identifikationsnummer auf Freistellungsaufträgen angeben. Nur dann erhalten sie bis zu 801 Euro (Ehepaare 1602 Euro) Kapitalerträge im Jahr steuerfrei.

Spekulationsgeschäfte. Verluste aus dem Verkauf eines Jahreswagens oder anderer Gegenstände des täglichen Gebrauchs zählen künftig nicht mehr.

Arbeitnehmersparzulage. Die Zulage bekommt, wer nicht mehr als 20 000 Euro im Jahr versteuern muss, beim Bausparen 17 900 Euro. Rückwirkend ab dem Jahr 2009 sollen Einkünfte aus Kapitalvermögen nicht mehr mitzählen, wenn diese Grenzen geprüft werden.

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