Steuer­änderungen Meldung

Das Bank­geheimnis ist endgültig abge­schafft. Das ist eine der wesentlichen Neuerungen, die der Bundes­rat im Juni verabschiedet hat. Finanz­beamte können jetzt die Identität des Konto­inhabers leichter ermitteln, um Steuer­betrug aufzudecken. Die Kredit­institute müssen ihnen dabei helfen. Sie sind nicht mehr zur Verschwiegenheit verpflichtet. Auch bei den Themen Steuerklasse, Kinder­geld und Abschreibungen gibt es Änderungen.

Steuerklasse nach der Hoch­zeit

Frisch­vermählte bekommen ab 2018 die Steuerklassen IV/IV, auch wenn nur ein Partner als Arbeitnehmer tätig ist. Bisher gibt es dann für den Partner, der Arbeitnehmer ist, die Klasse III.

Steuerklassen­wechsel

Auf Antrag können verheiratete Paare nach wie vor die Steuerklassen III und V kombinieren. Das ist güns­tiger, wenn nur ein Partner berufs­tätig ist oder der andere wesentlich weniger Lohn verdient. Wollen sie wieder zur Kombination IV/IV wechseln, müssen ab 2018 das nicht mehr beide Partner beantragen. Es kann dann auch einer allein tun. Der andere muss nicht mehr zustimmen.

Kinder­geld

Auf eine Einschränkung müssen sich Eltern einstellen. Künftig gibt es Kinder­geld nur noch maximal sechs Monate rück­wirkend – statt bisher vier Jahre lang. Das gilt für Anträge, die nach dem 31. Dezember 2017 bei den Familien­kassen eingehen.

Abschreibung

Einen Vorteil haben ab 2018 Arbeitnehmer und Selbst­ständige. Sie können Arbeits­mittel beziehungs­weise Wirt­schafts­güter, die inklusive Umsatz­steuer nicht mehr als 952 Euro kosten, sofort im Jahr des Kaufs absetzen. Bisher liegt die Grenze inklusive Umsatz­steuer bei 487,90 Euro. So kann es sich lohnen, erst 2018 etwa einen PC für den Job anzu­schaffen. Kostet er brutto nicht mehr als 952 Euro, können Steuerzahler den Betrag sofort als Werbungs­kosten beziehungs­weise Betriebs­ausgaben absetzen. Kaufen sie noch 2017, müssen sie den Betrag monats­genau über drei Jahre abschreiben.

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