Die wichtigsten Änderungen für 2015 und 2016

Für Alle

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Grund­frei­betrag, Existenz­minimum

2015 steigt der Grund­frei­betrag um 118 Euro auf 8 472 Euro, 2016 um weitere 180 Euro auf 8 652 Euro.

Derzeit bleibt für jeden bis zu 8 354 Euro im Jahr von seinem steuer­pflichtigen Einkommen steuerfrei.

Kirchen­steuer1

Ab 2016 sollen Kredit­institute, Versicherungen, Kapitalgesell­schaften, Genossenschaften ihre Kunden nur noch einmal informieren, dass sie von Kirchen­mitgliedern auto­matisch Kirchen­steuer auf Erträge einbehalten, sofern sie keinen Sperr­vermerk beim Bundes­zentral­amt für Steuern erteilt haben.

Bisher müssen sie jedes Jahr ihre Kunden informieren.

Unter­halts­frei­betrag für Angehörige, Lebens­gefährten

Unter­halts­pflichtige können 2015 bis zu 8 472 Euro absetzen, 2016 bis zu 8 652 Euro und wie bisher Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge des Unterstützten. Auf den Unter­halts­höchst­betrag rechnet das Amt wie bisher Einkünfte und Bezüge des Unterstützten von mehr als 624 Euro im Jahr an.

Unter­halts­pflichtige können bisher bis zu 8 354 Euro im Jahr als außergewöhnliche Belastungen absetzen.

Für Arbeitnehmer

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Frei­betrag für die Lohn­steuer­abzugs­merkmale (früher Lohn­steuerkarte)

Frei­beträge, die der Chef beim Lohn­steuer­abzug berück­sichtigen muss, zum Beispiel für hohe Werbungs­kosten, sind ab 2016 für zwei Jahre gültig. Nur wenn sich die Voraus­setzungen für einen Frei­betrag ändern, müssen Arbeitnehmer das beim Finanz­amt entsprechend ändern lassen.

Bisher mussten Arbeitnehmer Frei­beträge für den Lohn­steuer­abzug jedes Jahr aufs Neue beantragen.

Lohn­steuerklassen für Ehepaare und gesetzliche Lebens­partner 1

Ehepaare und gesetzliche Lebens­partner müssen nur alle zwei Jahre beim Finanz­amt die Steuerklasse IV + Faktor beantragen. Der errechnete Faktor ist zwei Jahre gültig. Ab wann das gelten soll, ist noch offen.

Der errechnete Faktor ist bisher nur für ein Jahr gültig. Den Faktor ermittelt das Finanz­amt nach den Gehältern, sodass jeder möglichst genau Lohn­steuer entsprechend seinem Einkommen zahlt.

Pauschale Lohn­steuer für kurz­fristig Beschäftigte 1

Der Chef kann den Lohn von kurz­fristig Beschäftigten (maximal 18 zusammenhängende Arbeits­tage) pauschal mit 25 Prozent versteuern, wenn dieser durch­schnitt­lich nicht mehr als 68 Euro pro Arbeits­tag beträgt. Das entspricht dem neuen Mindest­lohn von 8,50 Euro mal acht Arbeits­stunden.

Der Chef kann den Lohn von kurz­fristig Beschäftigten pauschal mit 25 Prozent versteuern, wenn der Lohn durch­schnitt­lich nicht mehr als 62 Euro pro Arbeits­tag beträgt.

Für Eltern

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Kinder­geld

Rück­wirkend ab 1. Januar steigt das monatliche Kinder­geld um 4 Euro für jedes kinder­geldberechtigte Kind, ab 2016 um weitere 2 Euro.

Das Kinder­geld beträgt aktuell: 184 Euro für das erste und zweite Kind, 190 Euro für das dritte Kind, 215 Euro für das vierte Kind und weitere Kinder.

Kinder­frei­betrag

Um 144 Euro wird der Kinder­frei­betrag 2015 auf 4 512 Euro (2 256 Euro je Eltern­teil) ange­hoben, 2016 um weitere 96 Euro auf 4 608 Euro (2 304 Euro je Eltern­teil). Wie bisher erhalten Eltern zudem 2 640 Euro (1 320 Euro je Eltern­teil) Betreuungs­frei­betrag.

Der Kinder­frei­betrag beträgt aktuell 4 368 Euro für beide Eltern zusammen.

Kinder­zuschlag

Der Kinder­zuschlag steigt ab 1. Juli 2016 um 20 Euro auf maximal 160 Euro monatlich. Das kommt Eltern zugute, die zwar ihren eigenen Bedarf durch ihr Einkommen bestreiten können, aber nicht ausreichend finanzielle Mittel haben, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken.

Der Kinder­zuschlag beträgt maximal 140 Euro im Monat.

Entlastungs­betrag für Allein­erziehende

Der Entlastungs­betrag für Allein­erziehende steigt 2015 um 600 Euro auf 1 908 Euro pro Jahr – ab dem zweiten Kind um je 240 Euro im Jahr.

Der Entlastungs­betrag beträgt aktuell 1 308 Euro im Jahr.

Familien­kassen des öffent­lichen Dienstes1

Eltern, die beim Bund arbeiten, erhalten künftig Kinder­geld wie die meisten Eltern von den Familien­kassen der Bundes­agentur für Arbeit. Auch die Länder als Arbeit­geber können das umstellen.

Bisher sind die öffent­lichen Arbeit­geber von Ländern und Kommunen für die Kinder­geld­bearbeitung ihrer Mitarbeiter zuständig.

    • 1 Muss noch vom Bundes­rat verabschiedet werden.