Steuer­änderungen Meldung

Dienst­reisende profitieren von Verpflegungs­pauschalen.

Arbeitnehmer, die beruflich unterwegs sind, können die Kosten steuerlich absetzen. Bei Dienst­reisen und wechselnden Einsatz­stellen gelten ab 2014 einige neue Regeln für die Abrechnung mit dem Finanz­amt. test.de fasst die wichtigsten Änderungen zusammen.

Nur noch zwei Stufen bei Verpflegungs­pauschalen

Wer mehr als 8 Stunden von der Wohnung oder seinem Arbeits­platz abwesend ist, kann in seiner Steuererklärung Verpflegungs­pauschalen geltend machen. Statt der bisher drei Stufen gibt es jetzt noch zwei.

  • Bei mehr als 8 Stunden Abwesenheit beträgt die Pauschale 12 Euro.
  • Bei 24 Stunden sind es 24 Euro. Für den Anreise- und Abreisetag darf der Steuerzahler je 12 Euro eintragen, wenn er unterwegs über­nachtet hat.

Höchs­tens drei Monate am Stück

Für eine längere Tätig­keit am selben Ort werden die Verpflegungs­pauschalen höchs­tens drei Monate anerkannt. Die Anrechnung beginnt wieder neu, wenn es eine vierwöchige Pause gab. Die Drei­monats­frist gilt nicht, wenn Arbeitnehmer in der Woche höchs­tens für zwei Tage am selben Arbeits­ort beschäftigt sind.

Mehrere Arbeits­stätten

Wer mehrere Arbeits­stätten hat, etwa als Filial­mit­arbeiter, sollte sich vom Chef schriftlich die erste Tätig­keits­stätte fest­legen lassen. Fahrten mit dem Pkw zu den anderen Arbeits­stätten kann er dann mit 30 Cent je gefahrenem Kilo­meter abrechnen, ebenso steht ihm die Verpflegungs­pauschale zu. Legt der Chef keine Tätig­keits­stätte fest, kann das Finanz­amt entscheiden.

Über­nachtungs­kosten bis zu zwei Jahre lang voll absetz­bar

Der Arbeitnehmer kann seine Über­nachtungs­kosten komplett absetzen, sofern er Belege dafür hat. Ist jemand länger als 48 Monate am selben Ort, werden die Ausgaben auf 1 000 Euro pro Monat gedeckelt.

Doppelte Haus­halts­führung

Wer aus beruflichen Gründen eine Zweit­wohnung unterhält, kann das Finanz­amt an den Kosten beteiligen. Es erkennt im Jahres­durch­schnitt höchs­tens 1 000 Euro monatlich an.

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