Steuer­änderungen 2020 Steuer­vorteile in Häpp­chen

20.08.2019
Steuer­änderungen 2020 - Steuer­vorteile in Häpp­chen
Mehr fürs leibliche Wohl. Wer mehr als acht Stunden auswärtig arbeitet, soll künftig 14 Euro pauschal für Verpflegung absetzen können. © Getty Images

Für Arbeitnehmer ändert sich 2020 einiges. Vermieter, die Wohnungen bauen, können jetzt Kosten schneller abschreiben. Einiges, wie die höhere Abschreibung von Miet­wohnungen, steht schon fest. Andere Änderungen müssen erst noch Bundes­tag und Bundes­rat passieren. Die Steuer­experten der Stiftung Warentest fassen die geplanten Neuregelungen zusammen.

Miet­wohnungs­neubau

Vermieter können neue Miet­wohnungen, die maximal 3 000 Euro pro Quadrat­meter kosten, jeweils mit 28 Prozent in den ersten vier Jahren abschreiben. Das gilt bei Bauantrag und Bauanzeige ab dem 1. September bis Ende 2021.

Verpflegung

Für Berufs­tätige, die mehr als 8 Stunden beruflich auswärts tätig sind, sollen ab 2020 die Verpflegungs­pauschalen von 12 auf 14 Euro steigen, bei 24 Stunden Abwesenheit auf 28 Euro, für An- und Abreisetag bei mehr­tägigen Reisen auf 14 Euro.

Dienst­wagen

Arbeitnehmer, die einen Elektro- oder Hybrid­dienst­wagen auch privat nutzen, sollen bis Ende 2030 statt bis 2021 nur die Hälfte des geld­werten Vorteils versteuern müssen. Das Aufladen der Batterien beim Chef bleibt bis 2030 steuerfrei.

Dienst­rad

Auch das Dienst­rad, das der Arbeit­geber zusätzlich zum regulären Gehalt spendiert, soll bis Ende 2030 statt bis 2021 steuerfrei bleiben.

Jobti­cket

Künftig sollen auf das Jobti­cket, das Mitarbeiter aus ihrem Gehalt finanzieren, nur 25 Prozent Steuern anfallen. Es bleibt sozial­versicherungs­frei. Zudem können sie trotzdem die 30-Cent-Entfernungs­pauschale für den Arbeitsweg absetzen. Gibt es das Jobti­cket zusätzlich zum Gehalt, ist es nach wie vor steuerfrei.

Neue Kraft­fahrerpauschale

Wer viele Tage auf Achse ist und im Auto über­nachten muss, kann ab 2020 pauschal 8 Euro pro Arbeits­tag absetzen.

Grund­steuer

Ist bis Ende 2019 geregelt, wie die Grund­steuer von Immobilien künftig erhoben wird, müssen die Behörden die neuen Werte erst fest­stellen. Deshalb gelten die jetzigen Werte vor­erst weiter bis längs­tens Ende 2024. Für unbe­baute Grund­stücke kann ein erhöhter Hebe­satz gelten.

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20.08.2019
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