Steuer­änderungen 2020 Meldung

Mehr fürs leibliche Wohl. Wer mehr als acht Stunden auswärtig arbeitet, soll künftig 14 Euro pauschal für Verpflegung absetzen können.

Für Arbeitnehmer ändert sich 2020 einiges. Vermieter, die Wohnungen bauen, können jetzt Kosten schneller abschreiben. Einiges, wie die höhere Abschreibung von Miet­wohnungen, steht schon fest. Andere Änderungen müssen erst noch Bundes­tag und Bundes­rat passieren. Die Steuer­experten der Stiftung Warentest fassen die geplanten Neuregelungen zusammen.

Miet­wohnungs­neubau

Vermieter können neue Miet­wohnungen, die maximal 3 000 Euro pro Quadrat­meter kosten, jeweils mit 28 Prozent in den ersten vier Jahren abschreiben. Das gilt bei Bauantrag und Bauanzeige ab dem 1. September bis Ende 2021.

Verpflegung

Für Berufs­tätige, die mehr als 8 Stunden beruflich auswärts tätig sind, sollen ab 2020 die Verpflegungs­pauschalen von 12 auf 14 Euro steigen, bei 24 Stunden Abwesenheit auf 28 Euro, für An- und Abreisetag bei mehr­tägigen Reisen auf 14 Euro.

Dienst­wagen

Arbeitnehmer, die einen Elektro- oder Hybrid­dienst­wagen auch privat nutzen, sollen bis Ende 2030 statt bis 2021 nur die Hälfte des geld­werten Vorteils versteuern müssen. Das Aufladen der Batterien beim Chef bleibt bis 2030 steuerfrei.

Dienst­rad

Auch das Dienst­rad, das der Arbeit­geber zusätzlich zum regulären Gehalt spendiert, soll bis Ende 2030 statt bis 2021 steuerfrei bleiben.

Jobti­cket

Künftig sollen auf das Jobti­cket, das Mitarbeiter aus ihrem Gehalt finanzieren, nur 25 Prozent Steuern anfallen. Es bleibt sozial­versicherungs­frei. Zudem können sie trotzdem die 30-Cent-Entfernungs­pauschale für den Arbeitsweg absetzen. Gibt es das Jobti­cket zusätzlich zum Gehalt, ist es nach wie vor steuerfrei.

Neue Kraft­fahrerpauschale

Wer viele Tage auf Achse ist und im Auto über­nachten muss, kann ab 2020 pauschal 8 Euro pro Arbeits­tag absetzen.

Grund­steuer

Ist bis Ende 2019 geregelt, wie die Grund­steuer von Immobilien künftig erhoben wird, müssen die Behörden die neuen Werte erst fest­stellen. Deshalb gelten die jetzigen Werte vor­erst weiter bis längs­tens Ende 2024. Für unbe­baute Grund­stücke kann ein erhöhter Hebe­satz gelten.

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