Das ändert sich für viele Menschen

Unterhalt an Lebens­gefährten, Angehörige

Neu.
2015 müssen Steuerzahler, die Unterhalt an unbe­schränkt oder beschränkt steuer­pflichtige Angehörige und Lebens­gefährten als außergewöhnliche Belastung geltend machen, zwingend deren Identifikations­nummer angeben. So kann das Finanz­amt deren Einkommens- und Vermögens­verhält­nisse leichter über­prüfen. Die Nummer muss im Antrag auf Lohn­steuerermäßigung stehen und in der Steuererklärung für 2015.

Alt.
Bisher war die Angabe gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Erst­ausbildung

Neu.
Ab 2015 geht das Finanz­amt nur von einer abge­schlossenen ersten Ausbildung aus, wenn sie mindestens 12 Monate dauert. Nur dann sind Ausgaben für eine zweite Ausbildung, die ohne Arbeits­verhältnis absol­viert wird, Werbungs­kosten. 1

Alt.
Bisher wurden auch kürzere Ausbildungen anerkannt – zum Beispiel solche zum Flug­begleiter oder Rettungs­sanitäter.

Steuer­hinterziehung

Neu.
Ab 2015 sind die Regeln für strafbefreiende Selbst­anzeigen schärfer:

  • Steuersünder müssen nicht erklärte Steuern zehn Jahre zurück angeben.
  • Haben sie mehr als 25 000 Euro hinterzogen, steigen die Hinterziehungs­zinsen für die Steuer um einen Straf­zuschlag von 10 bis 20 Prozent. 1

Alt.
Bei leicht­fertiger und einfacher vorsätzlicher Steuer­verkürzung sind Steuern bis Ende 2014 nur fünf Jahre lang nach­zuerklären. Nur bei schwerer Steuer­hinterziehung sind es zehn Jahre. Straf­zuschläge gibt es erst ab Steuerschulden von 50 000 Euro.

    • 1 Der Bundes­rat hatte der Änderung bei Redak­tions­schluss noch nicht zuge­stimmt.