Lohn­steuer und Sozial­abgaben

Sicher ist, dass 2014 die Lohn­steuer sinkt, weil der Steuer­tarif güns­tiger ist.

Steuer­tarif. Allein­stehende zahlen je nach Steu­ersatz bis zu 45,37 Euro weniger Steuer und Solidaritäts­zuschlag als 2013, weil der Grund­frei­betrag von 8 130 Euro auf 8 354 Euro erhöht wird. Ehepaare sparen bis zu 90,73 Euro. Ihr Grund­frei­betrag wird 16 708 Euro statt 16 260 Euro betragen, genauso wie der für gesetzliche Lebens­partner.

Kranken- und Pflege­versicherung. Höhere Beiträge zahlen werden gesetzlich Versicherte für die Kranken- und Pflegever­sicherung, wenn sie brutto mehr als 47 250 Euro verdienen. Künftig sind für Löhne bis 48 600 Euro im Jahr Beiträge fällig.

Die Kranken­versicherung wird bis zu 110,70 Euro im Jahr teurer. Für Menschen mit Bruttolöhnen bis 47 250 Euro ändert sich dagegen nichts.

Auch die gesetzliche Pflege­versicherung wird für Besserverdienende teurer, für andere dagegen nicht. Arbeitnehmer mit Bruttolöhnen von mehr als 47 250 Euro werden bis zu 13,84 Euro mehr Beitrag zahlen, wenn sie Kinder haben. Ohne Kinder sind es 17,21 Euro mehr im Jahr, weil Kinder­lose höhere Beiträge entrichten müssen.

Renten- und Arbeits­losen­versicherung. Arbeitnehmer werden 2014 auch für die ­gesetzliche Renten- und Arbeits­losen­versi­cherung mehr Geld hinlegen, wenn ihr Brutto­lohn höher als 69 600 Euro (alte Bundes­länder) oder 58 800 Euro (neue Bundes­länder) ist. In den alten Bundes­ländern zahlen sie für Bruttolöhne bis 71 400 Euro im Jahr Beitrag, in den neuen Bundes­ländern für Bruttolöhne bis 60 000 Euro.

Der Beitrags­satz für die Arbeits­losenver­sicherung wird für alle voraus­sicht­lich weiter 1,5 Prozent betragen. Kommt die Koalition, wird wahr­scheinlich auch der Satz für die Renten­versicherung gleich bleiben. Besserverdienende müssen durch die höheren Bemessungs­grenzen trotzdem mehr zahlen als bisher: in den alten Bundes­ländern bis zu 197,10 Euro und in den neuen bis zu 131,40 Euro.

Gibt es keine schwarz-rote Koalition, könnte der Rentenbeitrag um 0,25 Prozent auf 9,2 Prozent sinken. Dann zahlen Besserverdienende für die Renten- und Arbeits­losen­versicherung in den alten Bundes­ländern im Jahr nur bis zu 18,60 Euro mehr und in den neuen bis zu 18,60 Euro weniger.

Arbeitnehmer mit Löhnen unter den alten Bemessungs­grenzen sparen dagegen in den alten Bundes­ländern bis zu 174 Euro im Jahr und in den neuen bis zu 147 Euro.

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