Steuer­änderungen 2014 Special

Vom Arbeitnehmer bis zum Rentner müssen alle 2014 mit Steuer­änderungen rechnen. Einige profitieren, andere zahlen drauf.

Janine Schumann gehört zu den Gewinnern des Jahres 2014. Die 26-Jährige arbeitet bei einer Sicher­heits­firma im Außen­dienst. Für jeden Tag, den sie mehr als acht Stunden auswärts beschäftigt ist, kann die Brandenburgerin künftig 6 Euro mehr als Verpflegungs­pauschale absetzen. Gilt das an 220 Arbeits­tagen, sind ihre Werbungs­kosten 1 320 Euro höher als 2013. Sie spart 396 Euro Steuern zusätzlich, wenn ihr Grenz­steu­ersatz 30 Prozent beträgt.

Steuer­änderungen 2014 Special

Mehrere hundert Euro im Jahr gewinnt Janine Schumann 2014. Die Brandenburgerin arbeitet im Außen­dienst und kann Januar viel mehr für ihre Verpflegung absetzen.

Alle, die beruflich viel unterwegs sind, profitieren 2014. Auch Berufs­tätige, die in Rürup-Verträge oder die geförderte Alters­vorsorge der Firma investieren, können mehr als bisher heraus­holen. Arbeitnehmer zahlen außerdem weniger Lohn­steuer.

Zurück­stecken müssen dagegen Jugend­liche im Wehr­dienst, Studenten und ältere Menschen, die in den Ruhe­stand gehen.

Andere Änderungen für das Jahr 2014 hingen bei unserem Redak­tions­schluss am 10. Dezember noch in der Luft, weil offen war, ob die SPD-Mitglieder einer schwarz-roten Regierung zustimmen. Vor allem die Höhe der Sozial­abgaben war unklar.

Fest stand, dass Besserverdienende 2014 mehr Sozial­abgaben zahlen müssen. Der Bundes­rat hat Ende November zuge­stimmt, dass die Bemessungs­grenzen für die Sozial­versicherung steigen. Doch die Beitrags­sätze waren noch nicht endgültig.

Hat es Schwarz-Rot nicht geschafft, ist offen, wer künftig regiert. Der Beitrags­satz für die gesetzliche Renten­versicherung könnte sinken, weil es so gesetzlich vorgesehen ist. Die anderen Beitrags­sätze könnten unver­ändert bleiben. Arbeitnehmer würden dann nach Steuern und Sozial­abgaben ab Januar rund 2 bis 19 Euro im Monat mehr auf dem Konto haben (siehe Tabelle).

Geht die SPD eine Koalition mit den Unions­parteien ein, kann es sein, dass der Beitrags­satz für alle Sozial­abgaben gleich bleibt – auch für die gesetzliche Rente. Dann gewinnen Arbeitnehmer mit Bruttolöhnen bis 5 500 Euro im Monat maximal 11 Euro im Monat, während Besserverdienende bis zu 9 Euro verlieren (siehe Tabelle).

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