Weniger Zinsrechnung: Für Sparer

Nachteil. Ehepartner, die nicht gesetzlich rentenversichert sind, können als „mittelbar“ Begünstigte die Riester-Förderung nutzen. Sie erhielten sie bislang sogar ohne eigenen Beitrag. Nun müssen sie einen Mindestbeitrag von 60 Euro im Jahr zahlen. Die Anbieter der Riester-Verträge müssen auf die Änderung hinweisen (siehe „Riestern - ja oder nein?“).

Vorteil. Ab 2012 bleiben Zinsen und andere Kapitaleinkünfte, die der Abgeltungsteuer unterliegen, bei der Berechnung der sogenannten „zumutbaren Belastung“ unberücksichtigt. Das ist der Teil einer finanziellen Belastung, die ein Steuerzahler selbst schultern muss, bevor das Finanzamt hilft, beispielsweise bei Krankheitskosten. Die zumutbare Belastung bemisst sich nach Höhe der Einkünfte und Familienstand. Wenn Zinsen und andere Kapitaleinkünfte in diesem Zusammenhang keine Rolle mehr spielen, sinkt die Einkommenshöhe und damit die zumutbare Belastung des Bürgers.

Nachteil. Bei Spenden ist der Effekt umgekehrt. Bleiben Kapitaleinkünfte in der Berechnung des abzugsfähigen Spendenvolumens unberücksichtigt, dann sinken die Einkünfte und der Steuerzahler kann weniger Spenden absetzen. Das Finanzamt erkennt Spenden in Höhe von bis zu 20 Prozent der Einkünfte an. Nicht absetzbare Spenden können für das nächste Jahr vorgetragen werden.

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