Höhere Pauschale: Für Arbeitnehmer

Steueränderungen 2012 - Neues von der Steuer

Der Abzug vom Lohn. Seit Januar berücksichtigt der Arbeitgeber den neuen Arbeitnehmerpauschbetrag von 1 000 statt bisher 920 Euro beim laufenden Lohnsteuerabzug. Monatlich sind das bescheidene 6,67 Euro mehr Werbungskosten als bisher. Einen Nutzen hat allerdings nur, wer mit seinen Werbungskosten die Pauschale nicht ausschöpft. Das betrifft rund die Hälfte aller Arbeitnehmer. Wer im Laufe des Jahres aber mehr als die 1 000 Euro Werbungskosten ausgegeben hat, der kann die Summe exakt beim Finanzamt abrechnen. Jeder sollte im Jahresverlauf deshalb weiter alle Belege sammeln, um am Jahresende zu prüfen, ob er über der Pauschale liegt.

Der Weg zur Arbeit. Arbeitnehmer können für den Weg zwischen Wohnung und Arbeit unabhängig vom Verkehrsmittel pauschal 30 Cent pro Entfernungskilometer geltend machen oder die tatsächlich gezahlten Ticketpreise öffentlicher Verkehrsmittel. Dieses Wahlrecht gilt 2012 weiter, aber nur noch einheitlich für das gesamte Jahr. Der Steuerzahler kann also entweder nur die Kosten für die Fahrkarten oder nur die Pauschale für das gesamte Jahr angeben. Bislang konnte er es taggenau abrechnen. Das konnte bei der Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel mehr abzugsfähige Werbungskosten bringen, etwa wenn die Ticketpreise höher ausfielen als die Entfernungspauschale.

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