Steueränderungen 2006 Meldung

Seit dem 1. Januar sind die ersten Steueränderungen der neuen Regierung in Kraft:

  • Abfindungen für den Verlust des Arbeitsplatzes sind voll steuerpflichtig. Die alten Freibeträge von 7 200, 9 000 oder 11 000 Euro je nach Alter und Betriebszugehörigkeit gibt es nur noch für Abfindungen, auf die Arbeitnehmer vor 2006 Rechtsanspruch hatten. Bekommen Arbeitnehmer Abfindungen gerichtlich zugesprochen, müssen sie die Kündigungsschutzklage vor 2006 erhoben haben. Der Arbeitgeber muss das Geld bis zum 31. Dezember 2007 auszahlen.
  • Übergangsgelder oder Beihilfen, wie sie zum Beispiel Beamte bei ihrer Entlassung erhalten, sind voll steuerpflichtig. Den alten Freibetrag von 10 800 Euro bekommen nur noch alle, die vor 2006 entlassen wurden und ihr Geld vor 2008 ausgezahlt bekommen. Für Zeitsoldaten ist der 31. Dezember 2008 letzter Auszahlungstermin. Außerdem muss ihr Dienstverhältnis vor 2006 begonnen haben.
  • Steuerberatungskosten sindnach beruflichem und privatem Anlass zu trennen.Zum beruflichen Teil gehört die Beratung zu Kosten für den Weg zur Arbeit, für Dienstreisen, einen doppelten Haushalt, ein Arbeitszimmer und Arbeitsmittel wie Computer. Dafür fällige Honorare erkennt das Finanzamt als Werbungskosten oder Betriebsausgaben an.
    Als Privatsache gilt zum Beispiel das Ausfüllen des Mantelbogens oder der Anlage Kind. Die Hilfe des Steuerberaters dabei soll nicht mehr anerkannt werden. Darum wird es sicherlich noch viel Streit geben.
  • Vermieter müssen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für Neubauten linear mit 2 Prozent pro Jahr abschreiben. Die degressive Abschreibung mit Sätzen von 4 Prozent in den ersten zehn Jahren erhalten sie nur noch für Immobilien mit Kaufvertrag oder Bauantrag vor dem Jahr 2006.
  • Beihilfen zur Geburt oder Heirat, die Arbeitnehmer ab 2006 erhalten, sind voll steuerpflichtig. Der Freibetrag von 315 Euro fällt weg.

In diesem Jahr wird es noch weitere Steueränderungen geben. Sie müssen aber noch den Bundesrat passieren. Dazu gehören die stärkere Förderung von Kinderbetreuungskosten und Handwerkerarbeiten im Haushalt.

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