Das Finanzamt muss nun auch Mietverträge zwischen Eltern und Kindern anerkennen, wenn keine echten Mietzahlungen fließen. In zwei Fällen entschied der Bundesfinanzhof für die Steuerzahler: Eine Tochter hatte die Eigentumswohnung ihrer Eltern zu einem marktüblichen Preis gemietet und als Miete einen Teil des Barunterhalts zurückgezahlt, den sie von ihren Eltern erhielt (Az: IX R 30/98). Im anderen Fall hatte eine Mutter ihre Dreizimmerwohnung an ihre Tochter und deren Freundinnen vermietet. Alle drei zahlten das Gleiche, doch die Miete der Tochter wurde mit dem Barunterhalt verrechnet (Az: IX R 39/99). Beide Male entstanden steuerliche Verluste, die nun anerkannt werden.

Wichtig: Der Mietvertrag muss so gestaltet sein, wie unter Fremden üblich, auch bei den Betriebskosten (Finanzgericht Brandenburg, Az: 2 K 1597/97 E).

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