Steuer Meldung

Jetzt zahlen sich auch Ausgaben für den Winter­dienst und die Straßenreinigung vor dem Grund­stück beim Finanz­amt aus. test.de erklärt, wie Haus­eigentümer und Mieter ihre Ausgaben für den Winter­dienst bei der Steuer geltend machen.

Rechnungen und Belege aufheben

Mieter und Eigentümer heben ab sofort Rechnungen und Zahlungs­belege für den Winter­dienst und die Straßenreinigung auf, die vor ihrem Grund­stück kehrt. Auch für Investitionen wie den nach­träglichen Anschluss an die öffent­liche Wasser­versorgung sollten sie die Nach­weise sammeln.

20 Prozent der Ausgaben gibt es zurück

Für Reinigungs­dienste lohnen sich jähr­lich Ausgaben bis zu 20 000 Euro beim Finanz­amt, für Hand­werker bis zu 6 000 Euro. 20 Prozent gibt es auf Antrag über die Steuererklärung zurück. Für Klempner­arbeiten von 1 000 Euro beträgt der Bonus zum Beispiel 200 Euro.

Tipp: Welche Ausgaben die Steuerlast noch mindern könnten, zeigt das Steuer-Special Die besten Tipps zum Jahresende.

Diese Ausgaben zählen

Es zählen Posten wie Arbeits-, Fahrt- und Maschinen­kosten auf der Rechnung, außerdem Ausgaben für Reinigungs-, Spül-, Schmier­mittel und Streu­gut. Wichtig ist, dass solche Kosten separat ausgewiesen sind, denn Material­kosten wie die für Wasser­rohre werden nicht anerkannt.

Finanz­verwaltung zieht nun endlich mit

Der Bundes­finanzhof (BFH) hat schon vor längerer Zeit entschieden, dass der Steuerbonus für Reinigungs­dienste und Hand­werk­erarbeiten über die Grundstücks­grenze hinaus­gehen muss. Nach langem Zögern hat die Finanz­verwaltung sich jetzt der Recht­sprechung ange­schlossen. Die Finanz­ämter müssen die Urteile anwenden. Beide sind mitt­lerweile im Bundes­steuerblatt veröffent­licht (BStBl 2014 Teil II S. 880 und 882).

Tipp: Sie können die Steuerermäßigung für Hand­werker und Dienst­leister noch für alle Jahre in der Steuererklärung beantragen, für die Sie keinen bestands­kräftigen Steuer­bescheid haben. Erwarten Sie zurzeit noch Bescheide für frühere Steuer­jahre? Dann legen Sie binnen eines Monats Einspruch ein und reichen Ihre Ausgaben nach. Rechnungen und Zahlungs­belege müssen Sie nur auf Anfrage vorlegen. Erhält das Finanz­amt sie gleich, vermeiden Sie Nach­fragen.

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