Ausgewählt, geprüft, bewertet

Wir haben die Angebote für Sterbegeldversicherungen von 30 in Deutschland zugelassenen ­Lebensversicherern und 14 Sterbekassen, die der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) unterliegen, zum Stichtag 1. Mai 2009 untersucht. Die Angebote sind überregional oder in einem größeren Bundesland für jedermann erhältlich.

Einige Anbieter bieten ihre Versicherungen nur im Direktvertrieb (per Post, Telefon, Internet) an.

Tarif. Einige Anbieter bieten mehrere Tarife oder Tarifvarianten an. Sie unterscheiden sich in der Höhe der Versicherungssumme, in der Beitragszahlungsdauer oder es gibt eine Variante mit und eine ohne Gesundheitsfragen.

Angebot ohne/mit Gesundheitsfragen. Nicht alle Anbieter bieten einen Tarif an, bei dem auf Fragen zum Gesundheitszustand ganz verzichtet wird. Manche Anträge enthalten zwar keine Gesundheitsfragen, dafür muss der Antragsteller eine Erklärung zu seinem Gesundheitszustand abgeben. Das führte zu einem „Eingeschränkt“. Manche bieten beide Varianten an.

Wartezeit. In den Tarifen ohne Gesundheitsfragen ist immer eine Wartezeit vorgesehen. Der Versicherer zahlt die volle Leistung erst bei Tod nach dieser Frist. Die Frist ist teilweise altersabhängig gestuft. Auch einige Angebote mit Gesundheitsfragen sehen Wartezeiten vor. Bei Unfalltod entfällt die Wartezeit, außer bei der LLH.

Dauer der Beitragszahlung wählbar. Bei der Mehrzahl der Lebensversicherer gilt eine Mindestbeitragszahlungsdauer, häufig fünf Jahre. Darüber hinaus kann der Kunde die Dauer bis meistens 85 Jahre selbst bestimmen (Ja). Viele Sterbekassen legen die Dauer der Beitragszahlung fest, häufig bis 85, manche sogar lebenslänglich (Nein). „Eingeschränkt“ haben wir vergeben, wenn wenigstens zwei unterschiedliche Endalter angeboten werden.

Versicherungssumme. Bei den Sterbekassen beträgt die höchstmögliche Versicherungssumme meist rund 8 000 Euro. Bei den Lebensversicherern sind auch höhere Beträge möglich.

Eintrittsalter. Ab oder bis zu welchem Alter ein Angebot besteht. Teilweise ist eine beitragsfreie Mitversicherung von Kindern möglich.

Beitragsfreistellung. Wenn ein Kunde nicht weiter einzahlen will, kann er den Vertrag meist beitragsfrei stellen, bei geringerer Leistung. Das ist oft aber erst möglich, wenn bereits eine bestimmte Summe erreicht ist. Bei einigen Sterbekassen geht es überhaupt nicht.

Mindestbeitragszahlungsdauer für Auszahlung Rückkaufswert. Bei den meisten Anbietern können Kunden nur dann kündigen und einen Rückkaufswert verlangen, wenn sie bereits eine bestimmte Zeit lang eingezahlt haben.

Angebot Sterbegeldversicherung gegen Einmalbeitrag. Wenn das Kapital vorhanden ist, kann man dieses bei vielen Anbietern auch auf einen Schlag in die Versicherung einzahlen.

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