Wird die Arbeitszeit mit Stempeluhren abgerechnet, kann demjenigen gekündigt werden, der seine Stempelkarte manipuliert hat. Das gilt erst recht, wenn der Arbeitnehmer das später abstreitet, entschied das Bundesarbeitsgericht (Az: 2 AZR 832/98).

Ein Angestellter hatte auf seiner Stempelkarte zu seiner tatsächlichen Arbeitszeit 30 Minuten addiert. Auf Nachfrage des Arbeitgebers zog er nur fünf Minuten davon ab. Daraufhin wurde ihm fristlos gekündigt.

Entgegen der Vorinstanz hielten die Bundesarbeitsrichter die fristlose Kündigung für erlaubt. Sie verwiesen auf die ständige Rechtsprechung, wonach ein Stempeluhrmissbrauch eine fristgemäße oder gar fristlose Kündigung rechtfertigt. Der Nachweis der Betrügerei sei gar nicht nötig, denn schon bei einem schwerwiegenden Verdacht sei der sofortige Rauswurf erlaubt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 549 Nutzer finden das hilfreich.