Von wegen eintönig und voller Entbehrungen – der Stein­zeit­mensch konnte sich über einen vielfältigen Speiseplan freuen. Das zeigen archäologische Funde in Nieder­sachsen, das zum Lebens­raum des „Homo heidel­bergensis“ gehörte. Der lebte vor rund 300 000 Jahren. Die Sammler und Jäger des Paläoli­thikums waren größer als ihre Nach­kommen, gesünder und wurden älter. Sie ernährten sich in erster Linie von Fleisch, darunter Rentiere, Mammuts und vor allem viel Wild­pferd. Der Stein­zeit­mensch aß aber auch Fisch und Muscheln. Insekten, Larven und Schne­cken sowie Vogeleier lieferten ihm wert­volles Eiweiß, Beeren und Nüsse gesunde Vitamine und Fette. Und bei Krankheiten kamen sogar Heilkräuter wie Kamille zum Einsatz. Moderne Stein­zeitdiäten, die gerade in den USA viele Anhänger haben, wollen vor allem die Pfunde purzeln lassen. Sie setzen auf Fleisch. Dieses eiweiß­lastige Konzept ist aber umstritten.

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